Mehr Frauen im Innerrhoder Grossen Rat

APPENZELL. Der Wahlgang für den Innerrhoder Kantonsrat vom 3. Mai brachte eine leichte Erhöhung des Frauenanteils. Es waren die ersten Erneuerungswahlen, nachdem der Schlüssel für die Grösse des Parlaments geändert wurde: Statt jeweils auf die Zahl der Stimmberechtigten abzustellen, bleibt es nun bei 50 Sitzen.

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Der Grosse Rat bekommt aus den Bezirken Appenzell, Schwende, Rüte und Oberegg insgesamt acht neue Mitglieder. Ein Mandat konnte noch nicht vergeben werden: Im Bezirk Oberregg braucht es neben den Bisherigen und der neu neugewählten Theres Durrer-Gander für den sechsten Sitz noch einen zweiten Wahlgang. Dem Grossen Rat von Innerrhoden gehören nach dem Sonntag 36 Männer und 14 Frauen an. Damit steigt der Anteil der Grossrätinnen leicht an − von 11 auf 14.

Nach der 2011 an der Landsgemeinde revidierten Kantonsverfassung wurde die Zahl der Mitglieder des Parlaments auf 50 festgelegt. Zuvor war die Grösse des Rats jeweils aufgrund des Schlüssels von 300 Stimmberechtigten pro Mandat regelmässig neu festgelegt worden.

Der grösste der sechs Bezirke ist Appenzell mit 18 Sitzen. Die beiden kleinsten Bezirke − Schlatt-Haslen und Gonten − schicken je vier Grossrätinnen und Grossräte an die fünf Session pro Jahr. Die 50 Mitglieder des Grossen Rats werden im Staatskalender oder auf der Homepage des Kantons ohne Parteizugehörigkeit aufgeführt. Das Geschäftsreglement des Parlaments sieht keine Fraktionen vor. Zuverlässige Angaben über die parteipolitische Zusammensetzung des Innerrhoder Parlaments gibt es deshalb nicht. Statt der Parteien spielen Interessengruppen aus Bauern− und Gewerbe− und Arbeitnehmerkreisen traditionell ein wichtige Rolle. (sda)

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