MEDAILLEN: Drei Siege für Appenzeller Vereine

An den Schweizer Meisterschaften im Mannschaftsmehrkampf (LMM) in St. Gallen konnten sowohl die Teufner als auch die Herisauer Turner Erfolge verbuchen. Die beiden Vereine erreichten fünf Podestplätze, darunter drei Meistertitel.

Hans Koller/Simone Mettler
Drucken
Teilen
Die Teufnerinnen stehen zuoberst auf dem Podest. (Bilder: PD)

Die Teufnerinnen stehen zuoberst auf dem Podest. (Bilder: PD)

Hans Koller/Simone Mettler

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Das Männerteam der Teufner U20 gehörte in St. Gallen als Zweitplatzierter der Qualifikation zum Favoritenkreis im Kampf um den Schweizer-Meister-Titel. Mit 13837 Punkten gelang dem Team eine Steigerung gegenüber der Qualifikation, was zum Sieg reichte. Jan Wyler erzielte dabei mit 3580 Punkten das zweithöchste Resultat aller Teilnehmenden. Mit 6,32 Metern im Weitsprung fand er zurück zu seiner Bestform. Hohe Punktzahlen zum Teamresultat trugen auch Marco Hauswirth mit der Bestzeit im Sprint, Raphael Date und Thomas Koller bei. Ergänzt wurde das Team durch die Nachwuchsathleten Marc Höhener und Jonas Koller.

Starke Frauenteams überzeugen ebenfalls

In der Kategorie U20 weiblich ­gewann das Teufner Team mit einer Steigerung um beinahe 300 Punkte. Grundlage für den Erfolg bildete die Tageshöchstpunktzahl von Nicole Höhener mit 2597 Punkten. Gut schlugen sich auch die OL-Läuferinnen Eliane Deininger, Lorena Jud und Nora Weber, die mit persönlichen Bestleistungen Punkte zum Schweizer-Meister-Titel lieferten.

In der Kategorie U18 übertrafen Miryam Mazenauer, Alexandra Höhener, Sarah Graf, Stephanie Balsiger und Daliah Guhl das Vorrundentotal ebenfalls. Damit verteidigten sie ihren 3. Platz aus der Qualifikation problemlos und gewannen schliesslich mit minimem Rückstand auf Platz 2 die Bronzemedaille.

Die langjährige Aufbauarbeit beim TV Teufen zahlt sich immer mehr aus. Als einziger Appenzeller Verein qualifizierte sich bei den Aktiven ein Team aus Teufen für den Final. Die Männer steigerten sich in St. Gallen um 600 Punkte, obwohl sie nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Nach den erfolgreichen Zehnkampfmeisterschaften bestätigte Domenik Meier seine Fortschritte als Mehrkämpfer. Mit 3891 Punkten gehörte er zu den Besten. Weitere Punkte zum 4. Rang trugen Routinier Thomas Koster, Remo Zellweger und Fabian Weibel bei, ergänzt durch Franz Gross und Tobias Stadelmann.

Mit grossen Erwartungen stieg auch das U16-Team in den Wettkampf und gehörte mit Platz 2 aus den Qualifikationen zu den Titelanwärtern. Dem Team mit Alexandra Höhener, Lena Marie Rosenfelder, Sarah Tobler, Nina Bürge und Lorena Lenzi misslang der Weitsprung gänzlich. Trotz guten Leistungen in den anderen Disziplinen reichte es daher nicht mehr zum angestrebten Podestplatz, sondern mit knappem Rückstand auf das Podest zu Rang 6. Für das männliche U16-Team stellte bereits die Qualifikation für den Final einen Erfolg dar. Mit Rang 11 und vielen Erfahrungen darf von ihnen zukünftig eine Steigerung erwartet werden.

Zweitschnellste Schweizerin kommt aus Teufen

Die Kategorien U14 und jünger beendeten ihre Saison am nationalen Mehrkampfmeeting in Hochdorf. Chiara Lenzi in der Kategorie U12 unterstrich mit dem hervorragenden 2. Platz, dass sie national zu den besten Mehrkämpferinnen gehört. In Startfeldern mit bis zu 100 Teilnehmenden setzten Nico Kalberer mit Rang 8, Tarja Zuberbühler auf Platz 9, Roman Frischknecht als 11. und Lorena Lenzi mit Platz 17 weitere Glanzpunkte.

Am Schweizer Final des Athletic Cup in Chiasso brillierte einmal mehr die U12-Athletin Chiara Lenzi. Mit Siegen im Vorlauf und im Halbfinal gehörte sie im Final zu den Favoritinnen. Mit dieser Ausgangslage fand sich die Appenzellerin in Teufner Farben bestens zurecht. Mit einem Rückstand von vier Hundertstelsekunden gewann sie Silber.

Jeremiah Mundy benötigte im Vorlauf und im Halbfinal persönliche Bestleistungen, um sich für den Final zu qualifizieren. Mit drei Hundertstelsekunden Rückstand auf Platz 4 verpasste er das Podest nur knapp.

Auch für den Schweizer Final über 1000 Meter in Kreuzlingen konnten sich zwei Teufner Athleten qualifizieren. Sowohl Nico Kalberer als auch Roman Frischknecht mussten jedoch erkennen, dass bereits die Qualifikation für sie einen Erfolg darstellte. Schliesslich konnten sie mit den Rängen 18 und 23 in Kreuzlingen nicht mit der Spitze mithalten.

Auch der TV Herisau feiert Schweizer-Meister-Titel

Der TV Herisau stand an den LMM mit drei Mannschaften am Start. Die vier Athleten Simon Ehammer, Samuel Staub, Florian Schmid und Fabrice Mettler gingen bei der U18 als Favoriten in den Fünfkampf. Nach vier Disziplinen waren sie jedoch mit 600 Punkten im Rückstand. Sie zeigten dann aber im 1000-Meter-Lauf eine Topleistung und konnten schliesslich mit insgesamt 13893 Punkten den Schweizer-Meister-Titel nach Herisau bringen. Auch bei der U16 gab es einen Podestplatz. Mit 11421 Punkten durften Cédrin Schlager, Gabriel Waldburger, Andrin Ehammer, Silvano Suhner und Dario Meier die Silbermedaille entgegennehmen. Wie ihre äl­teren Vereinskollegen verbesserten sie sich im abschliessenden 1000-Meter-Rennen vom vierten auf den zweiten Platz.

Mit einem sehr jungen Team starteten die U16-Mädchen Lea Waldburger, Jana Diem, Lea Ehammer, Tamea Schlager und Melena Schlager. Für sie galt es, wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Mit 6903 Punkten erreichten sie den 10. Schlussrang.

Achtungserfolge in Kreuzlingen

Zwei Athletinnen und ein Athlet des TV Herisau qualifizierten sich für den Mille-Gruyère-Schweizer-Final in Kreuzlingen. Cedric Hug startete bei den Elfjährigen und absolvierte den 1000-Meter-Lauf in einer Zeit von 3:11,67 Minuten. Von Anfang an konnte er mit den Besten seines Jahrgangs mithalten und als Vierter ein Diplom in Empfang nehmen. Mit Sarina Suhner stand eine weitere Herisauer Läuferin am Start. In einem Feld von 27 Teilnehmerinnen vermochte auch sie vorne mitzuhalten. Mit dem 8. Rang und einer Zeit von 3:18,47 Minuten klassierte sie sich in den Diplomrängen. Wie ihre Vereinskollegen stellte auch Nina Mettler eine persönliche Bestleistung auf. Die Zeit von 3:11,03 Minuten reichte für den 16. Platz.