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Maturafeier: Laute und leise Töne

Alle 48 Maturanden des Gymnasiums St. Antonius in Appenzell haben bestanden. 2015 sind sie in ihr letztes Jahr gestartet, als die Schule in einem Schockzustand war. Der Erziehungsdirektor lobt Schüler und Interimsleitung.
Roger Fuchs
Interimsrektor Silvio Breitenmoser gratuliert Marco Ruckstuhl aus Appenzell Meistersrüte für die beste Matura (Note 5,88). Gleich daneben die zweitplazierte Ladina Hausmann und der drittplazierte Roger Fässler. (Bild: rf)

Interimsrektor Silvio Breitenmoser gratuliert Marco Ruckstuhl aus Appenzell Meistersrüte für die beste Matura (Note 5,88). Gleich daneben die zweitplazierte Ladina Hausmann und der drittplazierte Roger Fässler. (Bild: rf)

APPENZELL. So gross die Freude über die Maturi und Maturae am Gymnasium St. Antonius ist, so wach sind noch die Erinnerungen an die Ereignisse vor einem Jahr: Kurz vor den Sommerferien 2015 stand die Schule ohne Leitung da. Der damalige Rektor hatte den Rücktritt eingereicht, der vorgesehene Interimsrektor schied freiwillig aus dem Leben. «Wir waren in tiefer Trauer und einem Loch», blendet Erziehungsdirektor Roland Inauen an der Maturafeier am Freitagabend zurück. In einer Übergangslösung unter Interimsrektor Silvio Breitenmoser hat die Schule inzwischen zu einer Art Alltag zurückgefunden. «Silvio wird in die Geschichte eingehen als Rektor mit der kürzesten Amtszeit, aber auch als jener, den wir am liebsten hatten», so Inauen.

Die gesamte Schulleitung um Silvio Breitenmoser bekommt von Roland Inauen angesichts ihrer Leistung in der genannten Situation das Prädikat «Star-Trainer», die Maturi und Maturae jenes als «Stars». Und diese Stars waren es auch, die sich vor Inauens leiser Rückblende mit Applaus feiern lassen durften.

Abschlüsse mit Noten über 5

«Ich bin stolz auf euch», sagte Roland Inauen wörtlich. Als Stars sollen die Diplomierten ihr Strahlen in die Welt hinaustragen und kultivieren. «Ihr dürft aber nicht zu Diven werden, diese gehen auf Distanz zum Publikum.» Und um die Maturi und Maturae zu weiteren Leistungen zu animieren, führte der Erziehungsdirektor vor Augen, dass es durchaus noch Steigerungsformen von Star gibt: Topstar, Superstar, Megastar.

Alle Maturandinnen und Maturanden, die heuer zur Prüfung angetreten sind, haben bestanden. Neun von ihnen schlossen mit einer Note über 5 ab. Die besten drei Abschlüsse erzielten Marco Ruckstuhl aus Meistersrüte (5,88), Internatsschülerin Ladina Hausmann aus Mollis (5,77) und Roger Fässler aus Steinegg (5,62). Interimsrektor Silvio Breitenmoser ging in seiner Rede auf die Maturitätsquote ein und sprach von Klassen, die vor wenigen Jahren noch gut einen Viertel mehr Schülerinnen und Schüler zählten. «Das bedeutet aber nicht, dass die Maturitätsquote in unserem Kanton rückläufig ist», so Breitenmoser. Die geringere Anzahl Maturi sei auf die demographische Entwicklung zurückzuführen. Was die Kompetenzen der Diplomierten betrifft, so würden diese jetzt über ein fundiertes Fachwissen verfügen. Silvio Breitenmoser wies darauf hin, dass im Arbeitsalltag aber auch anderes zählt wie beispielsweise ein vernünftiger Umgang miteinander oder Verlässlichkeit. Er hoffe, dass sie auch in solchen Belangen in den letzten sechs Jahren weitergekommen seien.

Lehrervertreter gibt Richtung vor

Als Vertreter der Lehrer ergriff Rolf Bossart das Wort. Aus seinen Ausführungen war der Wunsch herauszuhören, dass das Gymnasium sich auf seine Stärken besinnen und die Zukunftsfähigkeit in der Tradition suchen soll. «Wo alle sich ändern, ist derjenige innovativ, der sich treu bleibt», sagte Bossart. Folglich gelte es noch ernster zu nehmen und weiterzuentwickeln, was man in der Nachfolge der Kapuziner stets behauptet habe: eine Schule der Orientierung und Werte zu sein.

Wie stark diese Worte in die Tat umgesetzt werden, hängt nicht zuletzt von der neuen Schulleitung ab. Bereits Anfang Jahr hat die Standeskommission Markus Urech-Pescatore zum neuen Rektor des Gymnasiums gewählt. Er tritt seine Stelle am 1. August an und und löst damit Silvio Breitenmoser ab.

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