MATCHA-GESCHMACK: Kägi-fret auf Japanisch

Den Klassiker Kägi-fret gibt es seit kurzem speziell für den asiatischen Markt mit Grüntee-Pulver. Auch hier erhältlich, allerdings nur in limitierten Editionen: Kägi mit Erdbeer- oder Kokosnuss-Geschmack.

Anina Rütsche
Drucken
Teilen
Kägi-fret gibt es neu auch mit dem Geschmack von Grüntee. (Bild: Anina Rütsche)

Kägi-fret gibt es neu auch mit dem Geschmack von Grüntee. (Bild: Anina Rütsche)

Hergestellt werden sie im Toggenburg, beliebt sind sie weit ­darüber hinaus. Die Rede ist von den Schokoladenwaffeln namens Kägi-fret. Den Klassiker mit Milchschokolade gibt es seit fast 60 Jahren, und auch die Variationen mit Haselnüssen oder dunkler Schokolade sind bereits bekannt. Im April ist die Produktpalette des Betriebs aus Lichtensteig weiter angewachsen: Neu gibt es die Mini-Sorten «Strawberry» und «Coconut» – Erdbeere und Kokosnuss.

Im Fabrikladen "Kägi Glücksshop" in Lichtensteig sind die neuen Variationen des Kägi-fret erhältlich. (Bild: Anina Rütsche)

Im Fabrikladen "Kägi Glücksshop" in Lichtensteig sind die neuen Variationen des Kägi-fret erhältlich. (Bild: Anina Rütsche)

Sie enthalten gefriergetrocknete Erdbeeren oder besonders feine Kokosraspeln. Beide Produkte sind im Fabrikladen «Glücksshop» sowie bei einigen Grossverteilern erhältlich. Gemäss Angaben von Anja Prasse, Kommunikationsverantwortliche der Kägi Söhne AG, handelt es sich hierbei um «Limited Edi­tions», die ausschliesslich diesen Sommer gekauft werden können. «Im Hinblick auf den Winter arbeiten wir bereits an zwei neuen Geschmacksrichtungen», fügt Anja Prasse an. Mehr kann sie zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verraten, «sonst wäre der Überraschungseffekt weg».

Eine Sorte, die den Geschmack der Asiaten trifft

Anders als bei den beiden «Limited Editions» mit Erdbeere und Kokosnuss verhält es sich mit der dritten neuen Sorte aus der Reihe Kägi-fret: Matcha. Erhältlich ist die Schokoladenwaffel mit der Füllung aus japanischem Grünteepulver ausschliesslich im asiatischen Raum. «Die Sorte wurde eigens für die in der dortigen Kultur verankerte Geschmacksvorliebe kreiert, und sie deckt deren Marktbedürfnisse», erklärt Anja Prasse. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Im «Glücksshop» an der Loretostrasse in Lichtensteig können Toggenburgerinnen und Toggenburger von dieser Kreation kosten, ohne um den halben Erdball reisen zu müssen. «Uns Europäern erscheint das Zusammenspiel von süss und herb zunächst sehr gewöhnungsbedürftig», sagt Anja Prasse. «Mir ging das ebenfalls so, doch nun mag ich die Sorte ganz gerne.»

Markus Hafner, Leiter Qualitätssicherung und Entwicklung bei der Kägi Söhne AG. (Bild: PD)

Markus Hafner, Leiter Qualitätssicherung und Entwicklung bei der Kägi Söhne AG. (Bild: PD)

Auch Markus Hafner, Leiter Qualitätssicherung und Entwicklung, geniesst ab und zu ein grünes Mini. In seiner Funktion bei der Kägi Söhne AG hat er im vergangenen Jahr an der Erfindung dieser Sorte mitgewirkt. «Die Idee hat ursprünglich der Exportmanager aus dem asiatischen Raum beigesteuert, wo die Kombination von Grünteepulver und Milchschokolade bereits bekannt ist», erklärt Markus Hafner. Dies habe ihn und sein Team dazu inspiriert, das Konzept aufs Kägi-fret anzuwenden. Wie der Experte erklärt, nimmt die Kreation eines neuen Produktes wie diesem meist mehrere Monate in Anspruch. «Zunächst stellen wir Labormuster her, und es kommt zu internen Degustationen.» Im Falle von Matcha habe man sich über längere Zeit an das Endprodukt «herantasten» müssen. «Bei der ersten Version haben wir Zitronenaroma beigemischt, weil uns das gut geschmeckt hat», sagt Markus Hafner. «Die asiatischen Konsumenten aber goutierten das nicht. Sie wollten, dass der Tee dominiert.» So habe man entschieden, die fruchtige Note wegzulassen. «Nun sind die Kägi Matcha in Japan sehr beliebt.»

Betrieb nimmt neue Ideen gerne entgegen

Wie Markus Hafner hervorhebt, ist Kägi Matcha die erste Sorte aus der Kägi Söhne AG, die spezifisch für einen ausgewählten Kreis von Konsumenten hergestellt wird. «Es entspricht dem heutigen Zeitgeist, sich aus der altbekannten Schweizer Tradition hinauszuwagen und Neues auszuprobieren», erklärt der Leiter Qualitätssicherung und Entwicklung. Er freut sich bereits darauf, mit seinem Team weitere Kägi-fret-Variationen zu ent­wickeln. Auch hier gilt aber, so Markus Hafner, noch strenge ­Geheimhaltung. Und er fügt an: «Wer eine Idee für eine neue Geschmacksrichtung hat, kann uns diese zukommen lassen.»