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Trogner Wintermarkt steht vor ungewisser Zukunft

Das Prinzip ist einfach und beruht auf Selbstverantwortung. Wer etwas anzubieten hat, erhält Platz in der Grösse eines Koffers. Das ist der Wintermarkt in der «Krone». Vielleicht war diese Austragung die letzte.
Charlotte Kehl
Patricia Chronis und Nadja Sennhauser inmitten «ihres» Wintermarktes. (Bild: PD)

Patricia Chronis und Nadja Sennhauser inmitten «ihres» Wintermarktes. (Bild: PD)

«Wir haben hier keine professionellen Marktfahrer, aber Menschen die etwas selber machen oder sammeln finden bei uns eine Plattform. Einziges Kriterium ist die Koffergrösse», erklärt Organisatorin Anna Lutz. Jeden Winter kommen mehr Anbieter mit ihren Koffern angereist, «sicher gut 50 Leute aus Trogen und Umgebung, aus St. Gallen und sogar aus dem Thurgau», schätzt Nadya Sennhauser vom Organisatorenteam.

Dass die Grenzen damit erreicht seien, findet Anna Lutz nicht. «Wer kommt, hat einen Platz. Dann rücken einfach alle noch etwas näher zusammen.» Anna Lutz war schon beim ersten Flohmarkt vor über zehn Jahren mit dabei. Mit dem Wintermarkt «alles aus dem Koffer» und dem Krämermarkt im Sommer auf dem Landsgemeindeplatz, der in die vierte Saison geht, gesellten sich auch Nadya Sennhauser, Pascale Cattaneo, Sandra Hartmann und Patricia Chronis zum Team. Den grossen Erfolg bei Besuchern und Anbietern sehen sie im unkomplizierten, niederschwelligen Angebot – tiefe Standgebühren, keine Anmeldung, die Werbung erfolgt vor allem von Mund zu Mund. Der Aufwand ist dadurch gering und der Spass an der Sache überwiegt.

Das Angebot ist denn auch farbig und vielfältig – von Strickwaren über Schmuck, Teigwaren und schönen Schachteln bis zum geschnitzten Schuhlöffel. Regula Rechsteiner hat ihren Koffer neben den von Sandy Huber gestellt. Das passt, da doch Sandy Bildkarten von Regulas Hühnern verkauft und Regula den Honig ihrer Trogener Bienen. Mal sehen, ob sich auch die Halsketten aus Stein und Draht verkaufen lassen. Robert Kull aus Trogen nutzt den Koffer, um für die Arbeit als Landschaftsarchitekt und seine Kurse und Exkursionen im Reich der Pflanzen zu werben. Überflüssig gewordene Spielsachen, Kinderbücher sowie selbst gebackene Guetzli bietet Karla Novotny aus St. Gallen an, während ihre Schwester Ella Geschichten geschrieben hat.

«Krone» ist derzeit verwaist

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt mit Grillwürsten, Raclette und der Kaffeebar von Michael Müller aus dem Einkehrlokal Ernst. Nicht nur Besucher aus Trogen haben schon längst vom reichhaltigen Angebot gehört und geniessen auf der Jagd nach Trophäen die familiäre Atmosphäre. Wie es weitergehen soll, wissen die Veranstalter noch nicht. Die «Krone» ist zurzeit verwaist. Ob ein neuer Besitzer die Räume wieder zur Verfügung stellt bleibt zu hoffen.

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