Marketing primär für Innerrhoder

Appenzellerland Tourismus AI führt die Arbeiten der liquidierten Appenzeller Regionalmarketing AG weiter. Ausserrhoder müssen für Leistungen fortan mehr zahlen. Dies sei «sicher nicht ganz glücklich», sagt der Ausserrhoder Tourismuschef.

Roger Fuchs
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Produkte aus Innerrhoden werden künftig vom Verein Appenzellerland Tourismus AI vermarktet. (Bild: pd)

Produkte aus Innerrhoden werden künftig vom Verein Appenzellerland Tourismus AI vermarktet. (Bild: pd)

APPENZELLERLAND. Im Zuge des Sparprogramms hat der Ausserrhoder Regierungsrat entschieden, die Appenzeller Regionalmarketing AG ab diesem Jahr nicht mehr mit 100 000 Franken pro Jahr zu unterstützen. Die Folge: Die Appenzeller Regionalmarketing AG ist per Ende letzten Jahres liquidiert worden mit der damals noch vagen Lösungsidee, dass deren Aktivitäten vom Verein Appenzellerland Tourismus AI weitergeführt werden. Inzwischen wurden Nägel mit Köpfen gemacht.

Eigene Marketingabteilung

Vor wenigen Tagen haben beide Parteien einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Demnach will Appenzellerland Tourismus AI die bisherigen Aktivitäten der Regionalmarketing AG in deren Sinn und Geiste weiterführen. Dazu wird gemäss Guido Buob, Geschäftsführer des Innerrhoder Tourismusvereins, eine eigene Marketingabteilung mit eigenem Budget und eigener Rechnung geschaffen.

Guido Buob bedauert, dass es so weit gekommen ist. Vier Jahre lang habe man nun gemeinsam etwas aufbauen können. Der Verein Appenzellerland Tourismus AI wird weiterhin auf eine Leistungsvereinbarung mit dem eigenen Kanton zählen können. «Seitens des Kantons wird dabei aber klar festgehalten, dass man zwar Geld gibt, dies jedoch in erster Linie für die Innerrhoder Partner», sagt Buob.

Für Ausserrhoder wird's teurer

Damit bisherige Ausserrhoder Partner der Regionalmarketing AG weiterhin von den Aktivitäten profitieren können, soll ein Betriebskonzept ausgearbeitet werden. Buob hofft, dass dieses bis Ende April steht. Schon heute ist klar: Die bisherigen Ausserrhoder Partner werden, so sie dabeibleiben wollen, fortan einen höheren Partnerbeitrag und auch mehr für einzelne Aktivitäten zahlen müssen. Alles andere wäre auch gemäss Beat Kölbener, dem bisherigen Präsidenten der Regionalmarketing AG, unverständlich. Er hält ergänzend fest, dass Innerrhoder Betriebe auch Steuern sowie eine Tourismusabgabe an den Kanton zahlten.