«Man sollte in der Hitze lockere Kleidung tragen»

Nachgefragt

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Seit Tagen schon beherrschen warme Temperaturen die Wetterlage in der Schweiz. Wer sich auf den Strassen des Appenzellerlandes umhört, merkt schnell: für viele ist es momentan zu heiss. Kantonsarzt Vinzenz Müller aus Herisau sagt, wer wegen der Hitze besonders gefährdet ist und gibt Tipps, wie man in der momentanen einen kühlen Kopf bewahrt.

Ab welchen Temperaturen spricht man von einer Hitzewelle?

Das ist nicht klar definiert. Aber bei konstant über 30 Grad am Tag und über 20 Grad in der Nacht kommt es nicht mehr zu einer entsprechenden Abkühlung des Körpers.

Sind die momentanen Temperaturen gefährlich für uns Menschen?

Das ist ganz individuell. Ab etwa 30 Grad besteht für gewisse ­Menschen eine erhöhte Gefahr. Natürlich gibt es empfindlichere Personen, die bereits ab 28 oder 29 Grad gefährdet sind, oder solche, die es erst ab 40 Grad sind, weil sie Hitze gewohnt sind.

Welches sind Risikogruppen?

Zum einen alle Kranken und alle, die Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen, denn die Temperaturen lassen den Blutdruck weiter sinken. Dann Herz- und Diabetespatienten und natürlich ältere Personen, die ­weniger Reserven haben. Zum anderen sind es Kleinkinder sowie Säuglinge, die die Körpertemperatur nicht runterkühlen können. Bei ihnen ist besondere Vorsicht geboten.

Wie reagiert der Körper auf Hitze?

Indem er schwitzt und so die Körpertemperatur reguliert.

Was muss man bei diesen Temperaturen beachten beziehungsweise wie kann man der Hitze entgegenwirken?

Man sollte lockere Kleidung tragen. Auch ein Luftzug kühlt ab. Zudem sollte man den Schatten suchen. Wichtig und gut ist es auch, den Kopf zu kühlen indem man ihn beispielsweise unter kaltes Wasser hält. Solche Abkühlungen sind dieser Tage sowieso gut. Ganz wichtig ist es weiter, viel zu trinken. Wenn der Flüssigkeitshaushalt gut ist, kann man schwitzen und so die Körpertemperatur senken. (pag)