«Man kannte nicht einmal mehr die Arbeitskollegen»

Nachgefragt

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Der 56-jährige Beni Imhasly und seine 51-jährige Frau Monika haben sich auf die ausgeschriebene Stelle als neues Älpler- und Wirtepaar für die Meiersalp beworben. Die beiden lebten vorher im Bündnerland in der Region Albula. Sie erläutern die Gründe für ihren Wechsel.

Beni und Monika Imhasly, wo lebt Ihre Familie, im Wallis oder im Bündnerland?

Wir haben drei Söhne und eine Tochter sowie drei Enkel, darunter Zwillinge. Während der jüngste Sohn mit ins Bündnerland dislozierte und auch dort bleibt, leben die anderen im Wallis beziehungsweise in der Innerschweiz.

Was hat dazu geführt, dass Sie dem Bündnerland den Rücken gekehrt haben?

Mit dem Zusammenschluss von acht Gemeinden aus der Region Albula zur Gemeinde Albula/Al-vra, inklusive Tiefencastel, wurde alles umgekrempelt. Schliesslich kannte man nicht einmal mehr die eigenen Arbeitskollegen. Und noch etwas, man darf zwar am Stammtisch sitzen, aber es wird nur romanisch gesprochen – «alle können Deutsch, wollen aber nicht».

Wie sieht Ihr Alltag im Winter aus?

Wir sind uns gewohnt, die Arbeit zu sehen und anzupacken. Mit unseren Erfahrungen als Käser und als Landwirte sowie im Gastgewerbe sollte es für uns schon möglich sein, für die Wintermonate eine geeignete Arbeitsstelle zu finden. (pjm)