«Mallorca ist sehr beliebt»

Die Reiseberaterin Kristina Bösch vom Tui-Reise-Center in Wattwil erklärt, inwiefern sich die politische Situation bei der Auswahl der Reiseziele bemerkbar macht und wohin die Toggenburgerinnen und Toggenburger in diesem Herbst bevorzugt in die Ferien gehen.

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Kristina Bösch Reiseberaterin Tui-Reise-Center Wattwil (Bild: PD)

Kristina Bösch Reiseberaterin Tui-Reise-Center Wattwil (Bild: PD)

Die Reiseberaterin Kristina Bösch vom Tui-Reise-Center in Wattwil erklärt, inwiefern sich die politische Situation bei der Auswahl der Reiseziele bemerkbar macht und wohin die Toggenburgerinnen und Toggenburger in diesem Herbst bevorzugt in die Ferien gehen.

Frau Bösch, gehen die Toggenburger im Herbst mehr in die Ferien als im Sommer?

Die Toggenburger gehen grundsätzlich sehr gerne in die Ferien im Herbst. Es ist jedoch schwierig einzuschätzen, ob sie im Herbst häufiger verreisen als im Sommer. Dieses Jahr ist der Tourismus aufgrund der politischen Situation aber sowieso sehr speziell ausgeprägt.

Sie deuten damit an, dass sich die politische Situation bemerkbar macht. Inwiefern zeigt sich das bei der Auswahl der Reisedestinationen?

Normalerweise sind vor allem die Türkei, aber auch Ägypten sehr beliebte Reiseziele im Herbst, weil es da noch sommerlich warm ist. Dieses Jahr gehen aber nur wenige in die Türkei oder nach Ägypten in den Urlaub.

Wohin verreisen die Toggenburger denn diesen Herbst am liebsten?

Mallorca und die Kanarischen Inseln sind dieses Jahr die absoluten Spitzenreiter der Reiseziele. Und zwar nicht nur im Herbst, sondern auch im Sommer. Bei den Fernstrecken sind es nach wie vor die USA, Australien und Kanada, die am besten abschneiden.

Gibt es wegen der politischen Situation viele Annullierungen dieses Jahr?

Nein, eigentlich nicht. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat beispielsweise nicht von Badeferien in der Umgebung von Antalya abgeraten. Bei gefährlichen Destinationen wie etwa Istanbul hätten unsere Kunden die Reise kostenlos annullieren dürfen. Für jene Reiseziele hatten wir dieses Jahr jedoch nur sehr wenige Buchungen. Und wenn trotzdem eine Reise nach Istanbul, Ankara oder Ägypten gebucht wurde, dann gingen die Kunden meist trotz der Gefahr. (mid)