Makellose und Sorgenkinder

Die regionalen Fussballer gehen in die Schlussphase der Vorrunde. Bazenheid und Neckertal-Degersheim wollen ihre Siegesserie fortsetzen. Bütschwil hingegen lechzt nach einem Erfolgserlebnis.

Beat Lanzendorfer
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Dem FC Bütschwil steht das Wasser bis zum Hals. Die Mannschaft findet nur als Einheit auf die Erfolgsstrasse zurück. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Dem FC Bütschwil steht das Wasser bis zum Hals. Die Mannschaft findet nur als Einheit auf die Erfolgsstrasse zurück. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Zweitligist Bazenheid und das in der 4. Liga spielende Neckertal-Degersheim stellen in der Meisterschaft neue Rekordmarken auf. Beide führen die Tabelle nach 7 Runden mit jeweils 21 Punkten an. Das negative Beispiel liefert Bütschwil. Wer zum jetzigen Zeitpunkt nur einen Punkt gesammelt hat, sieht sich mit dem Abstieg konfrontiert.

2. Liga – Bazenheid zu Gast beim Angstgegner

Wenig spricht dafür, dass die Bazenheider Serie am Wochenende reisst. Das Team um Trainer Stefanachi muss wohl zu Angstgegner Herisau, der aus sieben Spielen zwei Unentschieden holte und abgeschlagen am Tabellenende dümpelt. Ein Punktverlust der Toggenburger käme aber einer Sensation gleich. Eine ähnlich leichte Aufgabe hat Calcio Kreuzlingen, einzig verbliebener Konkurrent des Leaders. Die Thurgauer sind Gast bei Abtwil, das den vorletzten Platz einnimmt.

3. Liga – Wattwil fordert den Spitzenreiter

Am Samstag wird sich weisen, ob zumindest ein Toggenburger weiterhin am Aufstiegskelch schnuppern darf. Wattwil Bunt heisst Leader Wängi willkommen. Die Thurgauer sind auf bestem Weg, den direkten Wiederaufstieg zu realisieren. Der Fight wird für die Zentrumsstädter zu einem Gradmesser, denn Wängi hat mit Abstand am meisten Tore (22) geschossen, liess hinten aber auch nur deren acht zu – auch dies der Bestwert der Gruppe 4. Die Kirchberger Anfangseuphorie ist irgendwo auf der Strecke geblieben. Nach zwei Pleiten in Serie (Wattwil Bunt und Linth 04) ist der ehemals temporäre Leader auf Platz 7 abgerutscht. Hält der Abwärtstrend gegen Eschlikon an, kommen die Abstiegsplätze bedrohlich nahe. Der samstägliche Gast müsste allerdings zu knacken sein, denn vom Schwung der Aufstiegssaison ist wenig übrig geblieben – Eschlikon belegt einen Abstiegsplatz.

Das hatte sich das Bütschwiler Trainerduo Hansueli Gerig/Benjamin Fust etwas anders ausgemalt. Mit der Verjüngung des Kaders waren sie sich der Schwierigkeiten bewusst. Dass der Absturz aber derart brutal ausfällt, überrascht trotzdem. Aus heutiger Sicht ist Bütschwil nicht mehr zu retten. Wenn sich die Spieler aber endlich bewusst werden, was auf dem Spiel steht, ist Schmerikon zu knacken. Immerhin konnte der Gegner schon vor einem Jahr bezwungen werden, als die Breite-Elf zwar nicht in einer hoffnungslosen, aber auch in einer schwierigen Phase steckte.

4. Liga, Gruppe 7 – Henau fordert Neckertal

Henau 2 und Wattwil Bunt 2b sind die letzten zwei Vertreter, die das Tempo von Leader Neckertal-Degersheim mitgehen können. Wie lange noch? Das wird sich am Samstag zeigen, wenn Henau den Leader herausfordert. Der Spielplan sieht vor, dass mit Wattwil Bunt und Dussnang auch gleich der Dritte und Vierte aufeinandertreffen.

4. Liga, Gruppe 8 – den Aufwärtstrend fortsetzen

Sowohl Ebnat-Kappel als auch Wattwil Bunt 2a haben nichts mehr mit dem Aufstieg am Hut. Der Sieger im direkten Vergleich darf sich wenigstens Richtung sichere Gewässer orientieren.

Frauen, 1. Liga – die Reise ins Tessin

Die Gruppierung Neckertal-Bütschwil hat in den letzten zwei Spielen zwei Unentschieden geholt. Vielleicht gelingt ja die langersehnte Überraschung, und der erste Saisonsieg wird im Tessin bei Balerna Tatsache.