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MÄNNERCHOR: Abschiedskonzert nach sieben Jahren

Die Lust am Singen ist den Hügler-Buebe nicht vergangen, aber die Prioritäten haben sich verschoben. Darum ziehen sie nach einem letzten Auftritt am Freitag, 16. Juni, einen Schlussstrich.
Sabine Schmid
Die Hügler-Buebe unter der musikalischen Leitung von Matthias Ammann (ganz links) treten in der «Sonne» in Krummenau zum letzten Mal gemeinsam auf. (Bild: PD)

Die Hügler-Buebe unter der musikalischen Leitung von Matthias Ammann (ganz links) treten in der «Sonne» in Krummenau zum letzten Mal gemeinsam auf. (Bild: PD)

Am Anfang waren es drei Sänger, welche in Männerchören mitsangen, die Lust auf etwas Spezielles hatten. Nicht mehr auf die klassische Männerchor-Literatur, sondern auf lustige und unterhaltende A-cappella-Lieder. Sie suchten und fanden Gleichgesinnte. Bei der Suche nach einem musikalischen Leiter wurden sie auf Matthias Ammann aufmerksam gemacht. Dieser hatte eben das Musikstudium beendet und liess sich auf eine Probe ein. Alles passte. So kann man den Anfang der Hügler-Buebe erzählen. «Unser erstes Konzert gaben wir in unserem Probelokal, der ‹Sonne› in Krummenau», erinnert sich Matthias Ammann. Der Gesang kam beim Publikum sehr gut an. Mittlerweile haben sich die Hügler-Buebe regionale Bekanntheit geschaffen und treten rund 25-mal im Jahr auf. Neun Sänger sind es heute, die ihre Lieder mindestens vierstimmig singen.

Wer nun aber denkt, die Hügler-Buebe ernten ihren Applaus nur für den Gesang, der irrt. «Wir erlebten während der Proben immer wieder lustige Momente, welche wir dann oft auch für unser Publikum festhielten und fix in unser Repertoire einbauten. Ein bisschen Schalk auf der Bühne muss sein», sagt Matthias Ammann. An den Proben werde aber auch gearbeitet. Der musikalische Leiter macht mit den Sängern Stimmbildung, zudem werden immer wieder neue Lieder eingeübt. Für den studieren Musiker Ammann ist dies nicht ohne, denn die meisten der Sänger können die Noten nicht lesen. So behilft er sich mit Vorsingen und mit Aufnahmen für jede Stimme. Die meisten der Lieder seien den Sängern aber bekannt, als Gassenhauer, Oldies oder aus der Hitparade. Dennoch: Matthias Ammann arrangiert, übersetzt in Mundart, schreibt – wie auch Hügler-Mitglied Ammanns Bruder Nöldi – neue Texte und bearbeitet die Lieder, damit sie im «Hügeler-Stil» daherkommen.

Ein guter Abschluss auf der Bühne

Doch nun ist Schluss, die Hügler-Buebe gehen nach einem letzten Konzert getrennte musikalische Wege. «Wir haben uns in den sieben gemeinsamen Jahren entwickelt und nun haben sich bei ei­nigen Sängern die Prioritäten ­verschoben. Wir haben unsere Zukunft diskutiert und uns zum Aufhören entschlossen», sagt Matthias Ammann. Ein bisschen Wehmut schwingt mit. Er selber findet es auch schade. Er habe mit den Hügler-Buebe viele lustige Momente erlebt und werde diese in guter Erinnerung behalten. Ihm ist es jetzt wichtig, dass das letzte Konzert am 16. Juni ein guter Abschluss sein wird. Ob er einen Ersatz für die Hügler-Buebe finden werde, lässt Matthias Ammann offen. «Es werden sicher wieder neue Türen aufgehen», sagt er.

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

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