Luzerner flüchten nach Gonten

Vier Jubla-Scharen bestritten ihr Sommerlager im Appenzellerland und stellten Musik und Spass in den Mittelpunkt.

Philipp Wolf
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Bilder: Ralph Ribi
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Bilder: Ralph Ribi

Die Regierung hat das Musizieren verboten. Innerschweizer Kinder und Jugendlichen widersetzen sich dieser unerhörten Verordnung und flüchten ins Appenzellerland, um von dort aus für den Fortbestand der Musik zu kämpfen.

Vor diesem Hintergrund fand in den vergangenen zwei Wochen bei Gonten das Rontallager statt. Vier Scharen der Jungwacht Blauring nahmen daran teil. Insgesamt waren 260 Innerschweizer im Appenzellerland zu Gast; Kinder im Alter von sechs bis 16 Jahren und Leiter im Alter zwischen 16 und 25. Für die Organisatoren war ein Lager in dieser Grösse ein Novum, normalerweise gingen die Scharen jeweils getrennt in Sommerlager, so Jan Schilter vom OK des Rontallagers.

Während der zwei Wochen verbrachten die Kinder und Jugendlichen viel Zeit in der Natur und genossen dabei die Vorzüge des Appenzellerlandes: «Das Wandern war sehr schön, mit einer tollen Aussicht», so Seitel. Vor wenigen Tagen zeigte sich die Regierung schliesslich nach grossen Protesten der Kinder und Jugendlichen einsichtig und erlaubte die Musik wieder. Zur Feier des Tages veranstaltete das Rontallager deshalb eine Art Festival.

Die Lagerteilnehmerinnen und Lagerteilnehmer stellten in Gruppen gegliedert verschiedene Aktionen auf die Beine. So wurde beispielsweise Essen verkauft, Massagen oder Henna-Tattoos angeboten sowie eine Wasserrutsche betrieben. Als glorreicher Abschluss des Tages führte jede Gruppe eine eigene Darbietung – Tanz, Gesang, Theater – auf der grossen Lagerbühne vor.