Die neue Lutzenberger Gemeindepräsidentin Maria Heine Zellweger nach ihrer Wahl:
«Ich habe einen gesunden Respekt vor der Aufgabe.»

Im zweiten Wahlgang setzt sich Gemeinderätin Maria Heine Zellweger gegen Andreas Tonner durch. Die Wahlbeteiligung lag bei fast 51 Prozent.

Jesko Calderara
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Bereits im ersten Wahlgang erzielte Maria Heine Zellweger das beste Resultat.

Bereits im ersten Wahlgang erzielte Maria Heine Zellweger das beste Resultat.

Bild: David Scarano

Ein spannendes Rennen um das Lutzenberger Gemeindepräsidium entscheidet die Kandidatin für sich: Nachfolgerin des bisherigen Gemeindepräsidenten Werner Meier wird Maria Heine Zellweger. Die 58-Jährige setzte sich am Sonntag im zweiten Wahlgang gegen Andreas Tonner durch. Sie erhielt 223 Stimmen, auf ihren Herausforderer entfielen 194 Stimmen.

Die selbstständige Supervisorin und Coach gehört seit 2015 dem Gemeinderat an und ist für das Ressort Soziales zuständig. Das Kopf-an-Kopf-Duell vermochte die Stimmberechtigten offensichtlich zu mobilisieren. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 50,9 Prozent.

Starker Verankerung verhalf zur Wahl

In einer ersten Reaktion zeigt sich Heine Zellweger erfreut über ihre Wahl, aber auch etwas aufgeregt «Ich habe einen gesunden Respekt vor der Aufgabe», sagt die Gewählte. Immerhin stehe sie nun in der Verantwortung. Der Amtsantritt ist am 1. Juni. Heine Zellweger erzielte bereits im ersten Wahlgang das beste Ergebnis. Siegessicher war sie nach eigenen Angaben vor der sonntäglichen Entscheidung aber trotzdem nicht. Sie habe Andreas Tonner nie unterschätzt, betont die neue Gemeindepräsidentin. Gleichzeitig verweist sie auf ihre «gute Positionierung». Die Wahl sei auch eine Anerkennung für die bisherige Arbeit als Gemeinderätin. «Ich habe mir den Ruf einer Schafferin erarbeitet und bin nahe bei den Leuten», sagt Heine Zellweger. Als weiteren Grund für ihren Wahlerfolg nennt sie die starke Verankerung in den beiden Gemeindeteilen Lutzenberg und Wienacht.

Ursprünglich gab es mit Martin Meier noch einen dritten Kandidaten. Meier verzichtete jedoch auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang.

In Lutzenberg gibt es eine Vakanz im Gemeinderat

Mit dem Sprung von Maria Heine Zellweger an die Spitze der Gemeinde Lutzenberg sind nun fünf Ausserrhoder Gemeindepräsidien in Frauenhand. So sind auch in Grub (Katharina Zwicker), Wald (Edith Beeler), Trogen (Dorothea Altherr) und Hundwil (Margrit Müller-Schoch) Gemeindepräsidentinnen im Amt. Im Gemeinderat Lutzenberg entsteht nun eine Vakanz. Die Ersatzwahl soll im Herbst stattfinden.

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