Lutzenberg

Gesundheit geht vor: Gemeindepräsidentin von Lutzenberg über die Gründe ihres Rücktritts

Der öffentliche Druck wurde ihr zu gross. Deshalb gibt Maria Heine Zellweger nur ein halbes Jahr nach ihrem Amtsantritt bereits ihren Rücktritt auf Ende des Amtsjahres bekannt.

Karin Erni
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Maria Heine Zellweger.

Maria Heine Zellweger.

Bild: PD

Sie habe die Exponiertheit des Amtes unterschätzt, sagt die 59-Jährige auf Anfrage. «Ich habe mir nicht vorstellen können, dass sich der öffentliche Druck, die Ansprüche und Erwartungen derart stark auf mein Wohlbefinden auswirken könnten.» Es seien keinesfalls die Widerstände beim Bau des Alterswohnheims gewesen, die sie zu diesem Schritt bewogen hätten, sagt sie. «Im Gegenteil. Das Projekt ist vielversprechend und auf guten Wegen, dort lässt sich bestimmt eine breite Zustimmung finden.»

Aufgaben weiterhin erfüllen

Bis zu ihrem Rücktritt auf Ende des Amtsjahres am 31. Mai 2021 werde sie ihre Aufgaben als Gemeindepräsidentin vollumfänglich wahrnehmen, so Heine Zellweger. «Ich funktioniere gut.» Viele Leute in ihrem Umfeld würden den Entscheid nicht verstehen. «Sie finden, ich sei doch voller Elan.» Doch sie müsse jetzt auf ihre innere Stimme hören, bevor ihre Gesundheit Schaden nehme. Wie gross das Interesse an ihrer Nachfolge sein wird, sei schwierig voraus zu sehen, so Heine. «Die Erfahrung aus den letzten Jahren zeige aber, dass auf Vakanzen zum Teil mehrere Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung standen.»

Maria Heine Zellweger wurde bei den Gesamterneuerungswahlen 2015 zur Gemeinderätin gewählt. Seither war sie für das Ressort Soziales verantwortlich. Im Juni 2020 hat sie das Amt der Gemeindepräsidentin übernommen.

Rücktritt im Gemeinderat

Gemeinderat und Vorsteher der Ressorts Forst- und Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Verkehr Peter Schalch tritt ebenfalls per Ende Mai 2021 aus dem Gemeinderat Lutzenberg aus. Er gehört seit 2009 dem Gemeinderat an, wo er anfangs für das Ressort Soziales und seit 2010 für das Ressort Kultur / Verkehr verantwortlich ist. Seinen Rücktritt begründet er mit seiner anstehenden Pensionierung im März 2021.