LÜTISBURG: Was wird aus der Turnhalle?

An der Vorversammlung in Lütisburg interessierten am Montag weniger die Zahlen als vielmehr die Informationen rund um die Machbarkeitsstudie zu Schulraumerweiterung und Turnhallenneubau.

Martina Signer
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Florian Schällibaum von der Schällibaum AG aus Wattwil zeigte den interessierten Besucherinnen und Besuchern der Vorversammlung auf, welche Varianten bei der Schulraumplanung bis jetzt angedacht sind. (Bild: Martina Signer)

Florian Schällibaum von der Schällibaum AG aus Wattwil zeigte den interessierten Besucherinnen und Besuchern der Vorversammlung auf, welche Varianten bei der Schulraumplanung bis jetzt angedacht sind. (Bild: Martina Signer)

Noch sind viele Fragen offen, einiges konnte aber im Zusammenhang mit dem Projekt «Schulraum 2020 plus» auch schon geklärt werden. Dennoch konnte Florian Schällibaum von der Schällibaum AG in Wattwil noch keine Detailfragen beantworten. Viele Besucher der Vorversammlung von Schul- und politischer Gemeinde wollten schon jetzt wissen, welche Kosten mit der Schulraumerweiterung und dem Turnhallenneubau auf Lütisburg zukommen werden. Welche Grösse die neue Halle haben werde, oder ob das bestehende Schulhaus statisch überhaupt einer Aufstockung standhalten könne. Die Aufstockung des Schultrakts ist von Seiten der Schällibaum AG eine gangbare Lösung, sollte man den Standort Oberdorf, wo sich der Kindergarten befindet, aufheben.

Schällibaum kennt sich mit der Thematik bestens aus
Das Projekt in Lütisburg ist nicht die erste solche Herausforderung für die Schällibaum AG, wie Schulratspräsident Josef Rütsche eingangs erläuterte. «Fast alle grösseren Schulraumplanungen im Toggenburg wurden von der Schällibaum AG durchgeführt.» Florian Schällibaum konnte in seinen Ausführungen klar nachweisen, dass der Schulraum auf längere Sicht knapp werde. Nicht umsonst musste vergangenes Jahr ein Schulzimmer in einen Pavillon verlegt werden und – die Schülerzahlen in Lütisburg steigen weiter. Zusätzliche Klassen bedeuten laut Florian Schällibaum nicht nur einen Bedarf an mehr Schulzimmern. Auch weitere Gruppenräume und Handarbeitszimmer müssten je nach Klassenanzahl neu integriert werden.

Turnhalle entspricht nicht den Normen
Die Turnhalle beschäftigt die Lütisburger und insbesondere die Vereinsmitglieder, welche die Halle mit Bühne rege nutzen, schon länger. Die Bausubstanz ist in keinem guten Zustand mehr. Die Grösse von 20,2 mal 11,2 Metern entspricht nicht einmal ansatzweise den Richtlinien einer Einfachturnhalle des Bundesamtes für Sport (28 mal 16 Meter), weshalb der Turnverein Mühe hat, sich auf nationale Wettkämpfe entsprechend vorzubereiten. Was das Schulgebäude im Neudorf angeht, ist dieses laut Schällibaum derzeit noch von guter Substanz. Das Gebäude im Oberdorf kommt zwar in die Jahre, man habe es aber immer gut unterhalten. Bis zur Vorversammlung sind schon verschiedene mögliche Varianten angedacht worden. Szenario 1 geht von einer Aufhebung des Kindergartens im Oberdorf aus. Die Schulraumerweiterung könnte wie erwähnt auf das bestehende Gebäude aufgestockt werden. In anderen Varianten könnte die neue Turnhalle allenfalls um 90 Grad gedreht werden, ausserdem stellt sich die Frage, wie viele Duschen und Umkleideräume man künftig bräuchte und wie gross ein Office für die Mehrzweckhalle sein müsste. Solche Fragen gelte es nun, in der Machbarkeitsstudie und unter Einbezug der Bevölkerung zu klären.

In der allgemeinen Umfrage wurde auch die Frage nach Parkplatzmöglichkeiten rund um das Schulareal gestellt. «An Spitzentagen mit grösseren Veranstaltungen geht man von einem Bedarf von 150 Parkplätzen aus. Bis anhin konnten diese dank viel Wohlwollen der Anwohner gewährleistet werden. Parkplätze gebe es in der näheren Umgebung sogar an die 300, wenn man das Gebiet bei der Thurbrücke und bis zur Industrie mit einbeziehe. «Die Möglichkeit, allenfalls die Strasse nach Ganterschwil zur Schaffung weiterer Parkplätze zu sperren, musste bis anhin nie genutzt werden», sagte Josef Rütsche.

Die Bürgerversammlung findet am 30. März um 20 Uhr statt.