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LÜTISBURG: Frohe Botschaft für ein altes Instrument

Die katholische Kirchgemeinde der Brückengemeinde hielt am Mittwochabend ihre Bürgerversammlung ab. Das wichtigste Traktandum, die Orgelrevision in der Kirche St. Michael, wurde eindeutig angenommen.
Marco A. Cappellari
Der Mittelteil der 1953 errichteten Orgel in der Kirche St. Michael in Lütisburg. (Bild: Marco Cappellari)

Der Mittelteil der 1953 errichteten Orgel in der Kirche St. Michael in Lütisburg. (Bild: Marco Cappellari)

Marco A. Cappellari

marco.cappellari@wilerzeitung.ch

Eine Stimmenthaltung, 50 Ja-Stimmen: Ein deutliches Ergebnis, das nicht wirklich überrascht. «Wir waren zuversichtlich», meint auch Werner Steiger, Präsident der Kirchenverwaltung. Nun kann es weitergehen. Werner Steiger: «Voraussichtlich wird der Auftrag an den Orgelbauer nächste Woche offiziell beauftragt.»

Instrument ist überaltert

Die Orgel der Pfarrkirche St. Michael war 2003 das letzte Mal teilsaniert worden. Sicherheitsbedenken bezüglich der in die Jahre gekommenen Technik, teils fehlerhafte Tasten und Register und die allgemeine Überalterung des Instruments waren die wichtigsten Punkte, die zum Antrag geführt hatten. (Das «Toggenburger Tagblatt» berichtete).

Für die Sanierung werden 109000 Franken benötigt, die zu einem Teil aus Eigenmitteln und Reserven und zu einem anderen Teil aus dem Finanzausgleich getragen werden. «Wahrscheinlich können wir wie geplant Ende August oder Anfang September mit der Revision beginnen», sagt Werner Steiger.

Für die Dauer der Sanierung, die ungefähr vier Wochen betrage, können die Gottesdienste normal weitergeführt werden. Ohne Orgel oder durch den Einsatz eines E-Pianos. «Das Wichtigste ist, dass die Orgel bis zum 23. September wieder einsatzbereit ist. An diesem Tag feiern wir das St. Michaels-Fest zu Ehren unseres Kirchenpatrons. Das wird sich erwartungsgemäss ausgehen», erläutert Steiger. Da das Ergebnis so eindeutig ausfiel, gab es zu diesem Tagespunkt keine grossen Diskussionen. Einzig die Ausrichtung des Orgelspieltisches kam zur Sprache. Momentan spielt der Organist mit dem Rücken zum Altar und dem Gesicht zur Orgel. Im Rahmen der Revision wäre es wünschenswert, wenn man für den Chor etwas mehr Platz zur Verfügung stellen könnte. Dies könnte zum Beispiel durch eine Drehung des Spieltisches um 90 Grad oder eine Veränderung des Aufbaus der Sitzbänke beim Instrument geschehen.

Ein weiterer Punkt der Bürgerversammlung war die Jahresendrechnung 2017. Diese schloss besser als budgetier ab, bei einem Ausgabenüberschuss von ungefähr 5900 Franken. Die Rechnung und auch das Budget für das laufende Jahr wurden einstimmig angenommen.

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