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LÜTISBURG: Ein Pferdenarr und ein Familienmensch

Kurt Bischofberger und Voltige Lütisburg gehören zusammen. Als stiller Helfer im Hintergrund und als Vereinspräsident hat er grossen Anteil an den Erfolgen des Teams.
Urs Nobel
Kurt Bischofberger engagiert sich bei Voltige Lütisburg als stiller Schaffer im Hintergrund. (Bilder: Mareycke Frehner)

Kurt Bischofberger engagiert sich bei Voltige Lütisburg als stiller Schaffer im Hintergrund. (Bilder: Mareycke Frehner)

Urs Nobel

redaktion@toggenburgmedien.ch

Etwas salopp ausgedrückt, muss Kurt Bischofberger als «Ämtli-Mensch» bezeichnet werden. In Lütisburg war er schon Präsident der FDP-Ortspartei und Mitglied des Schulrats. Beim FC Bazenheid Seniorenobmann und Supporter-Präsident. Heute noch ist der 69-Jährige Präsident des Reitclubs an der Thur und von Voltige Lütisburg.

Kurt Bischofberger, der noch immer sein Baugeschäft in Lütisburg führt und täglich an vorderster Front an Baustellen mithilft, wird von seiner Frau Heidi als Chrampfer bezeichnet, als Macher. «Er hätte es unterdessen verdient, sein Leben etwas mehr zu geniessen.»

Geht nicht, gibt es nicht ist für Kurt Bischofberger ein Fremdwort. Er steht schon in aller Morgenfrühe auf und plant seinen Tag. «Der spinnt wirklich», sagt seine Frau. «Der schreibt sein ganzes Tagesprogramm auf die Minute genau auf. Geht nicht, gibt es bei ihm nicht.»

Thomas Felber, einer der besten Freunde von Kurt Bischofberger, sagt über ihn aus, dass man mit ihm Pferde stehlen kann. Auch wenn es Felber nicht so gemeint hat: Pferde sind Kurt Bischofbergers Lebensinhalt. Nicht erst, seit sich seine Tochter Monika der Sportart Voltige verschrieben hat. «Schon mein Vater hatte Pferde. Diese mussten gepflegt und bewegt werden. So kam die Bindung zu diesen Tieren zustande», erklärt Kurt Bischofberger. Schon in seinen Jugendjahren traf man ihn auf den Concours­plätzen und er hat erst damit aufgehört, als er Parcoursbauer wurde. «Ich war auch Fussballer. Aber ein schlechter.»

Den Meistertitel verteidigen

Heute nimmt ihn der Voltigesport hundertprozentig in Beschlag. Die erste Mannschaft ist zweifacher EM-Vizemeister, Weltmeister und Vize-Weltmeister. Seit 2004 sind die Toggenburgerinnen mit wenigen Unterbrüchen immer Schweizer Meister geworden. Kurt Bischofberger ist immer dabei. Als Helfer, als Fahrer des Pferdetransporters und als gute Seele des Teams. Er ist die rechte Hand seiner Tochter, der Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger und stets an ihrer Seite. «Auf meinen Vater ist immer Verlass. Er merkt, wo Hilfe nötig ist. Er ist meine Vertrauensperson. Wenn wir nach unseren Auftritten aus dem Zirkel gehen, ist mein Vater da. Und er weiss genau, wann ich enttäuscht oder besonders glücklich bin. Entsprechend ist er dann für mich da oder lässt mich vorerst in Ruhe.» Kurt Bischofberger ist aber auch Unternehmer. Er führt in Lütisburg ein Baugeschäft. Die Lehre als Maurer hat er seinerzeit im Betrieb seines Vaters gemacht, um sich danach auswärts weiterzubilden. Doch dann ist er zurückgekommen und hat den elterlichen Betrieb übernommen. Er war bereits Vater seiner beiden Töchter Monika und Karin. Während der Pferdevirus auch Tochter Monika infizierte, hatte es Karin mehr mit den Ballsportarten.

Entdecker war die Familie Gebs

Dass Monika Bischofberger sich dem Voltigesport zuwandte, ist hingegen nicht des Vaters Verdienst. «Die Familie Gebs in St. Gallen war die Entdeckerin von Moni», erinnert sich Bischofberger. Seit aber vor 30 Jahren Voltige Lütisburg gegründet wurde, war der Vater immer dabei und hat grossen Anteil an den Erfolgen. Aber immer als gute Seele im Hintergrund und als stiller Macher, der keinen Aufwand scheut und sich stets in den Dienst der Sache stellt. Erneut einen grossen Aufwand hatte Kurt Bischofberger mit der Schweizer Meisterschaft, die Ende September in Rosental bei Wängi stattfand. Alles, was es zu tun gab, erledigt Kurt Bischofberger bis auf die Gestaltung des Innenraums praktisch im Alleingang. Aber er ist natürlich froh darüber, dass er über die nötigen Fahrzeuge verfügte und über Mitarbeiter in seinem Baugeschäft, die ihn auf Anfrage unterstützen.

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