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LÜTISBURG: Diese Halle sorgt für Diskussionen

In Lütisburg soll die veraltete Turnhalle saniert werden. Im Vorfeld einer Infoveranstaltung fordern zwei Ortsparteien nun mittels Flugblatt ein Gesamtkonzept bezüglich Raumplanung. Schulpräsident Josef Rütsche nimmt dazu Stellung.
Simon Dudle
Josef Rütsche Schulpräsident Lütisburg (Bild: pd)

Josef Rütsche Schulpräsident Lütisburg (Bild: pd)

LÜTISBURG. Die Situation in Lütisburg ist unbefriedigend. Die 11 mal 19 Meter kleine Turnhalle entspricht nicht mehr den heutigen Normen. Der Turnverein forderte schon im Jahr 2012 eine zweite Turnhalle, fand damit bei einer Mehrheit der Lütisburger aber kein Gehör. Die Schulbehörde hat sich der Thematik angenommen und wird heute in einer Woche an einer öffentlichen Veranstaltung informieren. «Schulrat und Projektgruppe verfolgen das Ziel, die Grundlagen zu schaffen, dass die Bürgerschaft aufgrund eines fundierten Gutachtens an einer Bürgerversammlung über einen Projektierungskredit abstimmen kann», sagt Schulpräsident Josef Rütsche.

Über Engagement erstaunt

Nun mischen sich aber zwei Ortsparteien kritisch in die Diskussion ein. In einem Flugblatt fordern die Parteileitungen der örtlichen FDP und SVP ein Gesamtkonzept für die Lütisburger Schulraumplanung. Im Schreiben zeigen sie sich erstaunt, «dass die Schulräte so viel Engagement zeigen, sind sie doch zusätzlich mit Problemen wie zunehmenden Schülerzahlen, Wiedereinführung von Einzelklassen, Mehrbedarf an Schulraum, Zukunftsplanung und Fusion konfrontiert». FDP-Präsident Pius Brander sagt: «Der Schulraum ist ein grosses Thema. Wir können nicht immer nur bauen und bauen.» Auch wenn Brander angibt, «kein grosser Fan» der Hallenerweiterung zu sein, so fügt er an, das Projekt nicht grundsätzlich verhindern zu wollen. Handlungsbedarf ist auch für ihn unbestritten.

Gesamtkonzept in Planung

Auf Anfrage äussert sich Schulpräsident Rütsche zur aktuellen Situation und dem Flugblatt. Er sagt: «Ich habe als Projektleiter und Schulpräsident mehrfach versucht, Meinungen und Anliegen zum Projekt einzubringen. Schade, dass niemand davon Gebrauch gemacht hat. Auch nicht die Initianten des Flugblatts.» Weiter lässt er verlauten, dass sich der Schulrat «selbstverständlich» bereits mit einem Gesamtkonzept befasse. Dieses werde parallel zu den laufenden Projektarbeiten erstellt. «Dieses Gesamtkonzept soll dem Stimmbürger erlauben, einen objektiven Entscheid zu fällen», sagt Rütsche.

Für sinnvolle Investitionen

Im Flugblatt ist auch zu lesen, dass FDP und SVP für «sinnvolle Investitionen» seien. Es wird gefragt, ob der Stimmbürger und Steuerzahler noch ernst genommen werde, weil die Planungen trotz eines klaren Neins bei der Umfrage zur zweiten Turnhalle fortgeführt würden. Dazu sagt Rütsche: «Gerade weil der Schulrat den Bürger ernst nimmt, hat er die Vorarbeiten zu einer möglichen Erweiterung der Mehrzweck- oder Turnhalle an die Hand genommen.» Auch aus der Sicht des Gemeinderates, der den Ball im Frühjahr 2015 an den Schulrat weitergeleitet hat, sei es laut Rütsche legitim, sich über die Erneuerung und einen Ersatzbau der bestehenden Turnhalle Gedanken zu machen.

Was mit der Lütisburger Turnhalle geschehen soll, ist offen. Zwei Ortsparteien begegnen dem Sanierungsvorhaben kritisch. (Bild: Simon Dudle)

Was mit der Lütisburger Turnhalle geschehen soll, ist offen. Zwei Ortsparteien begegnen dem Sanierungsvorhaben kritisch. (Bild: Simon Dudle)

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