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LÜTISBURG: Der neue Gemeinderat hat sich gut eingelebt

Rund 50 Stimmberechtigte folgten am Montagabend der Einladung zur Vorversammlung in Lütisburg, nahmen die Informationen aus erster Hand entgegen und zeigten sich aber kaum diskussionsfreudig.
Christoph Heer
Imelda Stadler (rechts) informierte als Gemeindepräsidentin rund 50 Stimmberechtigte an der Lütisburger Vorversammlung. (Bild: Christoph Heer)

Imelda Stadler (rechts) informierte als Gemeindepräsidentin rund 50 Stimmberechtigte an der Lütisburger Vorversammlung. (Bild: Christoph Heer)

Es hätte noch freie Plätze gehabt am Montagabend im Mehrzweckgebäude. Die Primarschulgemeinde sowie ihr Politisches Pendant luden zur Vorversammlung. Über den weiteren Bestand dieses vorgängig abgehaltenen Informationsanlasses wurde auch schon diskutiert. Gemeindepräsidentin Imelda Stadler bemerkte dahingehend, dass die Vorversammlung schon fehlen würde. «Zudem gibt es Raum und Zeit, hier über Themen zu diskutieren, die sonst allenfalls im Hintergrund bleiben würden. Hier hat man Zeit dafür.» Vorgestern blieb es allerdings bei einem fast reinen Informationsschub seitens der Behörden.

Kaum Fragen, dafür einige wenige Anregungen zu Strassensituationen und deren Sicherheit an Fussgängerstreifen, Parkplatzsituation an der Kirchstrasse oder dem Dach der Thurbrücke. Emotionen suchte man hierbei vergebens, dafür könnten auch die in die Haushalte versendeten und mit viel Informationen bespickten Geschäftsberichte verantwortlich sein. Aber auch das Mitteilungsblatt informiert stets über geplante Sanierungen oder Projekte. So blieb es an Imelda Stadler, die fünfzigköpfige Gruppe mit Zahlen zum Rechnungsabschluss 2017, den Legislaturzielen 2017 bis 2020, oder über den gleichbleibenden Steuerfuss, 135 Prozent, zu informieren.


Abschluss mit Ertragsüberschuss

«Die Laufende Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss in der Höhe von 358'727 Franken ab. Dieser wird für zusätzliche Abschreibungen des Verwaltungsvermögens sowie als Zuweisung in das Eigenkapital aufgesplittet. Budgetiert war ein Verlust in der Höhe von 465'350 Franken.» Gemeindepräsidentin Imelda Stadler erklärte in kurzer Zeit die wichtigsten Begebenheiten des Rechnungsabschlusses vom vergangenen Jahr.

Die Gemeinde Lütisburg verfügt neu über ein Nettovermögen von 650'927 Millionen Franken. «Dieses hohe Eigenkapital und der erneut überaus positive Rechnungsabschluss würden zwar eine Steuerfussreduktion zulassen. Im Hinblick auf die geplanten Investitionen der Primarschulgemeinde, wie das Projekt Schulraum 2020plus, hat der Gemeinderat jedoch beschlossen, den Steuerfuss vorläufig auf 135 Prozent zu belassen», sagte Imelda Stadler.

Während es in anderen Gemeinden gang und gäbe ist, die Anliegen ihrer Bürger an speziell geöffneten Schalterstunden aufzunehmen, macht das Lütisburg anders, denn die Nähe zur Bürgerschaft sei der Behörde immens wichtig. «Wir bieten keine speziellen Stunden für die Anliegen unserer Mitbewohner, wir haben sozusagen rund um die Uhr ein offenes Ohr», sagt Imelda Stadler. Ob elektronisch, telefonisch oder persönlich am Schalter, an der Kontaktaufnahme sollen keine Anliegen scheitern.

Der neue Gemeinderat habe sich laut Stadler bisweilen gut konstituiert und eingelebt. «Die neuen Ratsmitglieder Ruedi Epper und Werner Scherrer, sie wurden Anfang 2017 gewählt, haben sich sehr gut eingearbeitet. Jedes Ratsmitglied hat 2017 mindestens 77 Arbeitsstunden aufgewendet.»

Bürgerversammlung Lütisburg: Mittwoch, 28. März, 20 Uhr, im Mehrzweckgebäude.

Ein Meilenstein ist erreicht

So kurz und bündig wie es bei der Politischen Gemeinde lief, war es zuvor auch bei den Informationen seitens Primarschulgemeinde. Zum Thema «Schulraum 2020plus», zu dem im letzten Jahr – und nach jahrelangen Diskussionen – der Projektierungskredit über 440'000 Franken genehmigt wurde, gab es keine Wortmeldungen.

Ziel dieses Projektes wird sein, den Schulstandort Lütisburg langfristig zu sichern. Nach dem positiven Entscheid der Bürgerschaft zum Projektierungskredit, haben unlängst neun potentielle Bewerberfirmen an der obligatorischen Begehung teilgenommen. Bis zur Deadline am 5. März gingen fünf Offerten ein, diese werden nun nach einem streng reglementierten Prozess begutachtet, ehe am 5. April der Entscheid gefällt wird, welche Firma als Generalplaner amten wird. Projektstart wird Anfang Mai sein. (ch)

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