LÜCKE SCHLIESSEN: Vorarbeiten für zweite Etappe der Umfahrung

Ab dem Sommer 2018 sollen die Hauptarbeiten für die zweite Etappe der Umfahrung Wattwil in Angriff genommen werden. Dafür werden bei guter Witterung ab Montag rund 4100 Kubikmeter Erde ausgehoben.

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Bei guter Witterung werden an dieser Stelle ab Montag rund 4100 Kubikmeter Humus und Muttererde ausgehoben. Dies zur Vorbereitung der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil. (Bild: Sabine Schmid)

Bei guter Witterung werden an dieser Stelle ab Montag rund 4100 Kubikmeter Humus und Muttererde ausgehoben. Dies zur Vorbereitung der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil. (Bild: Sabine Schmid)

Das zweite Teilstück der Umfahrungsstrasse soll die Lücke zwischen den bestehenden Umfahrungsstrassen Wattwil (1. Etappe) und Ebnat-Kappel schliessen. Für den Anschluss der neuen Strasse an die Umfahrung Ebnat-Kappel muss die bestehende Strasse auf einer Länge von rund 500 Metern um einige Meter nach Norden verschoben werden. Um die Strasse in der Zeit von März bis August 2018 zu verschieben, müssen zuerst Aushubarbeiten durchgeführt werden. Diese Arbeiten können nur bei trockenem Wetter erfolgen. Lässt es die Bodenfeuchtigkeit zu, sollen die Arbeiten Anfang nächster Woche beginnen.

Langer Weg für die zweite Etappe

Im Dezember 2009 stimmte der Kantonsrat den 123 Millionen Franken für den Bau der Umfahrungsstrasse Wattwil (2. Etappe) zu. Diese soll über die Anschlüsse Brendi im Norden und Steg­rüti im Süden mit dem bestehenden Strassennetz verbunden werden. Die Gründe dafür sind das hohe Verkehrsaufkommen, die Verkehrssicherheit im Zentrum von Wattwil, der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmenden und der Umwelt.

Der Verkehr soll aus dem Dorfkern von Wattwil auf die 3,36 Kilometer lange Umfahrungsstrasse verlagert werden.

Umfahrung sollte ab 2022/2023 in Betrieb sein

Im Sommer 2010 legte das kantonale Tiefbauamt das Auflageprojekt, den Umweltverträglichkeitsbericht und das Rodungsgesuch in den Gemeinden Wattwil und Ebnat-Kappel öffentlich auf. Dagegen gingen gut fünfzig Einsprachen ein, von denen ein Teil zurückgezogen und die übrigen in erster Instanz von der Regierung abgewiesen wurden. Vier Betroffene haben Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben und den ablehnenden Entscheid des Verwaltungsgerichtes an das Bundesgericht weitergezogen. Das Bundesgericht bestätigte im März 2016 die Entscheide des Verwaltungsgerichtes. Aus heutiger Sicht soll die Umfahrungsstrasse 2022/2023 in Betrieb genommen werden. (sk)