Littering: Dem Abfall den Kampf ansagen

Dem Littering aktiv begegnen: Mit diesem Ziel organisierte die «kompass-Gruppe Schlatt-Haslen» vergangenen Samstag eine Säuberungsaktion im Bezirk. Über ein Dutzend Personen liessen sich dazu motivieren und waren etliche Stunden mit Abfallsäcken unterwegs.

Vreni Peterer
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SCHLATT-HASLEN. Unter Littering versteht man das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall. Auch im Bezirk Schlatt-Haslen sei dies ein ernst zu nehmendes Thema, schrieben die Verantwortlichen der «kompass-Gruppe» in der September-Ausgabe des Bezirks-Blattes «aktuelles» und ermunterten auf diesem Wege die Bevölkerung, an einer Säuberungsaktion teilzunehmen. Über ein Dutzend Frauen und Männer waren bereit, ausgerüstet mit Abfallsäcken, Greifern, Handschuhen und Warnwesten entlang von Strassen, Wegen und beliebten Plätzen Abfall zu sammeln. So wurde beispielsweise der Pfeff- ond Lischt-Wanderweg abgelaufen.

Parallel zur Littering-Aktion wurden zwei grosse Tafeln in Form von Kühen aufgestellt, auf denen geschrieben steht: «Ich esse lieber Gras als Müll», denn Abfall in Wiesen kann für das Vieh eine grosse Gefahr darstellen.

Es kam viel zusammen

«Die heutige Littering-Aktion war ein voller Erfolg – sofern bei Abfall von Erfolg gesprochen werden kann», sagte Guido Brülisauer, der die Aktion zusammen mit Monika Kern und Hans Fässler auf die Beine gestellt hatte. Brülisauer freute sich über das Engagement der motivierten Säuberungsmänner und -frauen. Auch die Reaktionen der Leute, welche die Aktivitäten beobachtet hatten, seien positiv gewesen.

Zweimal sei er mit vollem Auto zum Ökohof gefahren und habe dort total 55 Kilogramm Abfall abgeliefert. Mengenmässig am meisten gefunden wurde Plastik (PET-Flaschen), dann Karton und Papier sowie viele Blechbüchsen. Dann mussten noch viele andere Arten von Abfall zusammengelesen werden, angefangen von Blumenkisten über Ofenrohre, Siloblachen, Stallfenster bis hin zu Drahtgittern und dergleichen. Glasflaschen mussten wenige aufgelesen werden.

Der meiste Abfall lag entlang der Hauptstrassen. Als besonders krass erwiesen sich die Strecken von Hargarten bis Unterstein und von Haslen nach Appenzell. Vier Fünftel der Menge kamen von diesen Strecken. «Entlang der Wanderwege fand man wenig Abfall, was sehr erfreulich ist», so das Résumé von Guido Brülisauer. Insgesamt waren 13 Leute im Einsatz. Sie leisteten einen Arbeitseinsatz von rund 42 Stunden.

Einerseits wollte die «kompass-Gruppe» mit tatkräftigem Handeln dem Littering begegnen, andererseits die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren. Wie Guido Brülisauer sagt, erhofft man sich auch einen Nachahmungseffekt, indem die Bevölkerung beim Spazieren beziehungsweise Wandern automatisch Abfall aufnimmt und diesen zweckmässig entsorgt. «Noch schöner wäre es natürlich, wenn gar nichts weggeworfen oder liegen gelassen würde», so Brülisauer weiter.

Finanziell unterstützt wurde die Aktion am Samstag durch den Bezirksrat, der einen Beitrag für das benötigte Material und für einen Zmorge-Kafi und Gipfeli für die Helferinnen und Helfer sprach.

Wieder eine Aktion geplant

Eine nächste Littering-Aktion ist im kommenden Frühling geplant. Einige Cleaner werden ihre Strecke auch in der Zwischenzeit periodisch ablaufen und säubern. In einem nächsten Schritt sollen auch Schüler in die Aktion mit einbezogen werden. Diese legten bereits im Vorfeld Hand an. Denn auf einer Schulreise, die vom Mösli, übers Nördli, via Rüteli-Saul bis zur Burg Clanx führte, sammelten sie kürzlich herumliegenden Abfall ein.

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