Literatur Graf Kraft II., Bräker, Weber ...

Vom Minnesang zum autobiographisch gefärbten Roman: fünf Toggenburger Autoren, die schweizerische Literaturgeschichte schrieben.

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Vom Minnesang zum autobiographisch gefärbten Roman: fünf Toggenburger Autoren, die schweizerische Literaturgeschichte schrieben.

Um 1250 zeichnet sich Graf Kraft II. von Toggenburg in seinen Liedern mit Formulierungen wie «Uf der heide ist bluomen vil» oder «Lache ein rosevarvver munt» als bedeutender Minnesänger aus.

Zwischen 1560 und 1570 verfasst Benedikt Gletting aus Bütschwil (verballhornt: Büzenschwyl) mit grossem Erfolg weltliche und geistliche Balladen, die sehr umfangreich geraten: Ein Lied über den biblischen Joseph hat 300 Verse.

1789 schreibt der Wattwiler Ulrich Bräker seine «Lebensgeschichte und natürlichen Ebentheuer des Armen Mannes im Tockenburg» nieder. Das Werk wird zur historischen Quelle unserer Kenntnisse über die «arme Menschenclasse» im Jahrhundert der Aufklärung.

1974 erscheint «Die Fertigmacher», die autobiographisch gefärbte Geschichte des Verdingkinds Arthur Honegger aus Krummenau. 1976 folgt «Freitag oder die Angst vor dem Zahltag», 1977 «Wenn Sie morgen kommen», die zu Klassiker dieses Genres wurden.

1993 legt Peter Weber aus Wattwil, für sein rhythmisches und melodisches Sprachgefühl später mehrfach mit renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet, seinen Erstling «Der Wettermacher» vor.