«Literatur auch im Internet »

Nachgefragt

Drucken

Morgen Sonntag wird die «Appenzeller Anthologie» an der Literaturveranstaltung «Wortlaut» in St. Gallen vorgestellt. Peter Surber aus Trogen, Kulturjournalist und Co-Herausgeber, spricht über das Buchprojekt.

Was erwartet die Besucher morgen Sonntag?

Eine Lesung mit anschliessender Diskussion, unter anderem, ob Literatur, im digitalisierten 21. Jahrhundert, ins Buch oder ins Internet gehört.

Was für Texte findet man in der «Appenzeller Anthologie»?

Kurzgeschichten, Auszüge aus Romanen, Theaterstücke, Lyrik und journalistische Texte sowie Bilder. Der Literaturbegriff ist bewusst weit, der Zeitraum auch: Appenzeller Literatur von 1900 bis heute.

Nach welchen Kriterien wurden die Texte ausgewählt?

Wir achteten auf literarische Qualität, Aktualität für die heutige Zeit und Aussagekraft über das Appenzellerland. Das Buch enthält Texte, die hier im Appenzellerland spielen oder von einem Autor oder einer Autorin aus dem Appenzellerland geschrieben sind. Das Werk will ein Bild über das Leben und die Gesellschaft in den beiden Kantonen vermitteln, in Texten von knapp 200 Autoren.

Welches Ziel soll mit der Anthologie erreicht werden?

Einerseits kann man sehen, was in den vergangenen 100 Jahren publiziert wurde, worüber die Leute nachdachten und welches ihre Beweggründe waren. Andererseits wollen wir der jungen Generation die Vergangenheit wieder vergegenwärtigen.

Interessiert sich die junge Generation für 100-jährige Texte?

Das hoffen wir. Es ist nicht alles alt, ein Grossteil der Texte stammt aus der neueren Zeit. Aber gerade auch Geschichten aus der Kriegszeit oder über frühere Arbeitsverhältnisse haben einen grossen Aktualitätsbezug. Das Buch hat zehn Kapitel, über die Landschaft, über die Liebe, über die Migration und über anderes. Diese Themen sind sehr aktuell. Ich denke, das interessiert die Jungen. Fast alle Texte sind zudem online verfügbar. (ele)

Anthologie am Wortlaut

2. April, 13 Uhr, Raum für Literatur St. Gallen

Aktuelle Nachrichten