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Lieber spät als nie: Mit Verzögerung führt Emil Enzler aus Appenzell seine Herde auf die Alp

Später als üblich haben im Alpstein die Alpfahrten begonnen. Emil Enzler beispielsweise führte seine Tiere von Appenzell aus über Weissbad in Richtung Vordere Leu. Zwei seiner Schellenkühe probierten sich derweil im Ausbüchsen.
Philipp Wolf
8 Bilder

Lieber spät als nie: Mit Verzögerung führt Emil Enzler seine Herde auf die Alp

Bei mildem, bewölktem Wetter führen Emil Enzler und seine Gefährten die Kühe und Geissen aus Weissbad hinaus in Richtung Lehmen. Enzlers Alpfahrt von Appenzell aus hätte eigentlich schon anfangs Woche stattfinden sollen, musste jedoch wegen des schlechten Wetters verschoben werden.

Die Tiere sind bergauf überraschend flott unterwegs und die Mädchen und Knaben, die zuvorderst die Geissen hüten, müssen schnellen Schritt anschlagen, um mitzuhalten. Die Kühe, die auf die Geissen folgen, wirken zwar gelassen, doch sind auch sie zügig unterwegs – allen voran die drei von einem Senn begleiteten Schellenkühe. Genau diese hätten bereits in Appenzell für Aufregung gesorgt, sagt Emil Enzler, Besitzer der Herde. «Als uns im Dorf Getränke gereicht wurden, nutzten zwei Schellenkühe die Gunst der Stunde und schlugen einen eigenen Weg ein», sagt er.

«Wetter war lange zu kalt»

Bis die beiden zurück bei der Herde waren, dauerte es ein Weilchen. So zogen die Kühe und Geissen mit rund einer Stunde Verspätung durch Weissbad. Sowohl Schaulustige des Hotels Hof Weissbad als auch Interessierte, die ein wenig ausserhalb des Dorfes auf der Triebernstrasse warten, mussten sich also ein wenig auf das traditionsreiche Schauspiel gedulden.

An der Strasse reichen Zuschauerinnen und Zuschauer dem vorbeiziehenden Senntum Weisswein und Mineralwasser zur Erfrischung. Bald darauf wird ein Ruggusseli angestimmt. Enzler ist trotz der Verspätung guter Dinge, wechselt ein paar Worte mit den Leuten am Strassenrand und nimmt dankend ein Glas Weisswein entgegen.

Er wisse nicht, ob er jemals später zur Alp gefahren sei als dieses Jahr, sagt Enzler. «Das Wetter war lange zu kalt und das Gras zu knapp.» Mit dem Schnee – der derzeit in höheren Lagen mancherorts noch Umstände bereitet – hätten sie aber keine Probleme mehr, sagt Enzler.

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