Lieber gemeinsam statt einsam

Jeden letzten Dienstag im Monat treffen sich in Heiden zwischen 15 und 35 Seniorinnen und Senioren zum gemeinsamen Mittagstisch in einem Restaurant. Er entstand vor über 13 Jahren auf Initiative einiger älterer Heidler.

Karin Erni
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Am Heidler Mittagstisch trifft man sich in geselliger Runde zum Essen und gemütlichen Beisammensein. (Bild: ker)

Am Heidler Mittagstisch trifft man sich in geselliger Runde zum Essen und gemütlichen Beisammensein. (Bild: ker)

HEIDEN. Die Tische im Säli des Restaurants Krone in Heiden sind hübsch aufgedeckt. Hier soll an diesem Dienstag der Mittagstisch für Senioren und Alleinstehende stattfinden. Das gemeinsame Mittagessen wird seit mehr als 13 Jahren durch den Frauenverein Heiden organisiert.

Eingeladen sind Frauen und Männer, die sich ab und zu mit Gleichgesinnten treffen möchten. Dazu ist keine Mitgliedschaft beim Frauenverein nötig. Seit Beginn immer dabei sind Erica Schlegel und Trudi Lendenmann. Die beiden übernehmen auch die Koordination der Anmeldungen und organisieren das Essen im entsprechenden Restaurant. Der Mittagstisch findet abwechselnd im «Hirschen», in der «Linde» oder in der «Krone» statt.

Jeder ist willkommen

Bereits sind die ersten Senioren eingetroffen und haben sich ihr Plätzchen am gedeckten Tisch erobert. Es ist viertel vor zwölf Uhr. Munteres Geplauder erfüllt den Raum. Man hat sich einiges zu erzählen seit dem letzten Mal. Nach einer kräftigen Suppe wird die Hauptspeise aufgetragen. Hackbraten mit Kartoffelstock und Gemüse. «Es wird darauf geachtet, dass den Seniorinnen und Senioren schmackhafte und ausgewogene Kost serviert wird», sagt Ursula Locher, die Präsidentin des Frauenvereins. «Suppe oder Salat sind immer dabei. Im Restaurant Hirschen gibt es oftmals Pommes frites mit Braten – ein Menu, das beliebt ist.» Sie isst gelegentlich mit den Senioren. Als ihre Mutter noch lebte, begleitete sie diese regelmässig zum Mittagstisch.

Einen Jass klopfen

Nach dem Essen wird gerne noch etwas geplaudert oder ein Jass geklopft. Zweimal pro Jahr wird der Mittagstisch musikalisch untermalt von Reto Graf und Ernst Bösch mit ihren Schwyzerörgeli. «Es gibt einige Stammgäste, die immer auf der Liste stehen. Sie melden sich ab, wenn sie einmal nicht kommen können», so Ursula Locher. Die anderen melden sich bis zum vorangehenden Samstag an. Wer nicht gut zu Fuss ist, wird zu Hause abgeholt und auch wieder heimgebracht. Die Anzahl der Teilnehmenden war in all den Jahren etwa gleichbleibend. Man freut sich aber immer wieder auf neue Gesichter.