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Lieben Sie Wörtersalat?

Nachdem ich einen Text mit Wortverdrehungen gelesen hatte, bekam ich das Gefühl, jetzt könne mir nur noch ein Glas Prosecco helfen. Wortverdrehungen scheinen im Moment gross in Mode zu sein, denn ganze Internetseiten sind ihnen gewidmet. Ich fand irgendwo unter «www.

Nachdem ich einen Text mit Wortverdrehungen gelesen hatte, bekam ich das Gefühl, jetzt könne mir nur noch ein Glas Prosecco helfen. Wortverdrehungen scheinen im Moment gross in Mode zu sein, denn ganze Internetseiten sind ihnen gewidmet. Ich fand irgendwo unter «www.» aber auch die besorgte Frage eines Lesers, ob die Schöpfer solcher Wortspiele an irgendwelchen psychischen oder physischen Problemen leiden würden. Bei Wortverdrehungen wird zum Beispiel aus Marzipan Parziman, aus Gartenhaus wird Hartengaus, Weinstube wird zu Steinwube, Schlafzimmer zu Zafschlimmer, Zigarettenautomat wird zu Autarettenzigomat, Nebelscheinwerfer zu Schebelweinnerfer. Dabei wird von Verhältnis 1:1 bis zu Verhältnis 1:4 gesprochen, je nachdem, wie viele Worte oder Silben vertauscht wurden. Das Ganze ist zu einem kreativen Vergnügen, ja fast zu einer Schissenwaft (jetzt hat mich das Virus auch schon befallen, will sagen: Wissenschaft geworden. Trotzdem habe ich mich gefragt, wie es wäre, wenn plötzlich die Nourjalisten unserer Sagetteizungen mit solchen Wertverdrohungen ihre Ertikal und News schreiben würden. Ob sich dann die Stervändigung zwischen den pilotischen Tarpeien bervessern würde, ob die Landarierer auf den Bussfalldelfern sich mässigen und ob die Wösebichte weniger entstallen und weniger liminkrel wären. Oder ob es geschehen würde, wie seinerzeit beim Burmtau zu Babel, dass die Menschen sich überhaupt nicht mehr verstehen würden. In meinem Kopf tursste es. Ich holte meinen Presocco aus dem – «Schüelchrank». Eine meiner Töchter hatte als Kind den Kühlschrank immer so genannt. Sie sagte auch Fisch zu Schiff und hatte jeden Abend Angst vor Bäuern (Räuber). Ich hatte mir solche Mühe gegeben, mit ihr die Dinge richtig zu benennen. Im Nachhinein muss ich sagen «Leider!» Sie hätte sonst sicher irgendwo ein Stipundiem für hachbegobte Vortwerdrehungskenstlür kebommen.

Esther Ferrari

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