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Vor einiger Zeit habe ich in der Appenzeller Zeitung einen kurzen Artikel über den «Internationalen Welthundetag» gelesen. - Welthundetag? Hä?
Ihr Röbi Rohner
10. Oktober. Der Internationale Welthundetag. (Bild: PD)

10. Oktober. Der Internationale Welthundetag. (Bild: PD)

Vor einiger Zeit habe ich in der Appenzeller Zeitung einen kurzen Artikel über den «Internationalen Welthundetag» gelesen. – Welthundetag? Hä?

Ich habe mich kundig gemacht. Es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende von jährlich wiederkehrenden, nationalen oder internationalen Gedenk- und Aktionstagen. Und der 10. Oktober ist offensichtlich der Internationale Welthundetag – zusammen mit dem Tag gegen die Todesstrafe und dem Tag der seelischen Gesundheit. Für jede Menge Tiere gibt es solche Gedenktage, natürlich für Pferde und Katzen, dann für Zugvögel, Eisbären, Murmeltiere, Schildkröten, Schlangen, Fische und Bären. Der grosse Teil der Gedenk- und Aktionstage aber erinnert an wichtige religiöse oder weltliche Ereignisse sowie an gesellschaftspolitische oder gesundheitlich-medizinische Probleme. So gibt es den Lepra-, Krebs-, Nieren-, Malaria-, Blutspende-, Allergien-, Autismus-, Alzheimer-, Tuberkulose-, Weltschlaf- und Nichtrauchertag, den Tag der Invaliden und den Tag der Kranken. An Besonderheiten der Natur erinnern der Tag der Feuchtgebiete, der Artenvielfalt und des Artenschutzes, des Baumes und der Tropenwälder, der Berge, des Wassers und der Meere sowie des Wetters. Auch besondere Errungenschaften haben es zu Gedenktagen gebracht, etwa das Buch, das Fahrrad, der Radio, die Modelleisenbahn, das Fernsehen, die Toiletten, der Datenschutz, das Rotkreuz, die Raumfahrt und die Pressefreiheit.

Auch für Berufe und besondere Funktionen gibt es solche Tage, für die Hauswirtschaft und für die UNO-Friedenstruppe, für Hebammen, Kosmonauten, Grafiker, Bauern, Lehrer, Werber, Seefahrer, Seenot-Retter und öffentlich Bedienstete. Dank der Fülle an solchen Gedenktagen kann sich jeder seinen Lieblingsgedenktag selber aussuchen. Für mich gibt's wahlweise den 20. März, den Internationalen Tag des Glücks, oder den 1. Oktober, den Internationalen Tag der älteren Menschen, und natürlich den 1. Mai, den Tag der Arbeit. Aber ich warte noch auf den «Internationalen Gedenktag des Gedenktags», um endlich herauszufinden, wohin ich mich – als Hühner züchtender Schulhausabwart – wenden müsste, um einen Internationalen Tag des Huhns, einen Aktionstag des Rasenmähers, einen Welttag des Pausenplatzes und einen Gedenktag für den Schulhausabwart zu bekommen.

*Der fiktive Röbi Rohner wohnt in Appenzell Ausserrhoden. Er ist ein sehr aufmerksamer Zeitungsleser.

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