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E-Mail von Röbi Rohner
Röbi Rohner

APZ steht für Appenzeller Zeitung und ist eine Abkürzung. Abkürzungen sind die verkürzte Darstellung eines Wortes oder einer Wortgruppe. Abk. kommen vor allem in der geschriebenen Sprache vor, werden aber auch in der Umgangssprache verwendet (FC, EU und UNO).

Abkürzungen sparen Platz und Zeit und erleichtern meistens das Schreiben und Lesen. Und Abkürzungen sind alltäglich: Wir schreiben kg, m und Tel., allg., geb., gegr., m.E., u.a., i.e.S., ca., d.h., S., z.T. und z.B., Dr. und Hptm. und so weiter resp. usw. Abkürzungen verwenden wir auch in der gesprochenen Sprache, so EDV, PC, WM, GmbH und Aids und wissen oft nicht, wie der ursprüngliche und jetzt verkürzte Begriff eigentlich lautet: SRG, ARD, Radar und SMS. Das ist, wie gesagt, Alltag. Und dann erhält man eines Tages vom Vereinsaktuar das Protokoll mit einem Begleitmail. Am Schluss steht dort mfg und sein Vorname.

Schreibt man auf einem Mobiltelefon ein SMS, wird aus mfg automatisch «Mit freundlichen Grüssen» und damit das Geheimnis um die Abkürzung gelüftet. Zum Thema Vereinsausflug heisst es im gleichen Protokoll: Anmeldungen asap zuh. Aktuar und Rückkehr tbd. Dann fängt man an zu googeln und erfährt: asap heisst «as soon as possible» oder auf Deutsch: «so bald wie möglich» und tbd bedeutet «to be defined» und übersetzt: «noch nicht festgelegt». Und überrascht stellt man dann auf der neuen Website seines alten Vereins fest, dass es eine besondere Seite mit dem Titel FAQ gibt. Da werden «Frequently Asked Questions» aufgeführt, also «häufig gestellte Fragen» – und die Antworten gleich nachgeschoben.

Als Schulhausabwart stelle ich täglich fest, wie die Jugendlichen stets mit dem Smartphone beschäftigt und mehr oder weniger permanent am Chatten sind. Und ich lerne, dass sie «aus Zeitmangel und weil es einfacher ist» noch viel mehr Abkürzungen einsetzen, als wir es gewohnt sind. So verabschieden sich Junge mit BB («bye, bye») oder mit HAND («Have a nice day»), und die Reaktion auf eine Frage kann NP («no problem») oder LOL («laughing out loud», lautes Lachen) sein. Anspruchsvoll, aber auch kreativ, wird der Einsatz gleichtönender Abkürzungen: So wird 4U wie «for you» und CU wie «see you» ausgesprochen. Komplizierter werden W8 und CUL8R; sie bedeuten W + eight (= wait, warte) und see you l + eight + R (= see you later, wir sehen uns später).

Aber es geht auch auf Deutsch, wissen mich die Jungen zu belehren: ILD («Ich liebe dich») kann beispielsweise mit IDA («Ich dich auch») oder mit GG («grosses Grinsen») oder gar mit GGG («ganz grosses Grinsen») beantwortet werden. BB heisst «bis bald» und BM «bis morgen». Was aber tun, wenn ein Chat lautet: Mir ist LW, BSE, WM («Mir ist langweilig. Ich bin so einsam. Was machst du?»). Als DAU («dümmster anzunehmender User») würde ich ohne Abkürzungen antworten: «Mach doch deine Hausaufgaben», denn ich habe KA («keine Ahnung»).

Röbi Rohner

Der fiktive Röbi Rohner wohnt im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Er ist ein sehr aufmerksamer Zeitungsleser. Immer, wenn sich Röbi Rohner freut oder ärgert, schreibt er der Redaktion eine E-Mail. Wir publizieren diese Mails.

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