Liebe auf den zweiten Blick

Vanessa Amstad absolviert im Restaurant Bären in Hundwil eine Ausbildung zur Restaurationsfachfrau. Nicht immer war dies ihr Traumberuf. Nach dem ersten Lehrjahr bereitet der 18-Jährigen unter anderem der Umgang mit Menschen grosse Freude.

Jesko Calderara
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Als erstes hat Vanessa Amstad in der Lehre als Restaurationsfachfrau das Grundgedeck à la carte gelernt. (Bild: cal)

Als erstes hat Vanessa Amstad in der Lehre als Restaurationsfachfrau das Grundgedeck à la carte gelernt. (Bild: cal)

HUNDWIL. Früher hätte sich Vanessa Amstad nicht vorstellen können, Restaurationsfachfrau zu werden. Die unregelmässigen Arbeitszeiten schreckten sie ab. Nach einer Schnupperlehre änderte die heute 18-Jährige jedoch ihre Meinung und begann eine Ausbildung im Restaurant Bären in Hundwil. Bereut hat Amstad diesen Schritt nie. «Die Arbeit mit Menschen bereitet mir grosse Freude.» Es sei ein schönes Gefühl, den Gästen einen angenehmen Abend bereiten zu können, sagt die Lernende im 1. Jahr. «Zudem interessiere ich mich für Wein und Lebensmittel.»

Vielfältiger Beruf

Zu den Aufgaben einer Restaurationsfachfrau oder eines Restaurationsfachmanns gehört unter anderem, die Gäste zu begrüssen und sie an die Tische zu begleiten. Zudem sind die Beratung bei der Auswahl der Speisen und des Weins sowie das Präsentieren Teil des Jobs. Der Beruf sei vielfältiger, als man von aussen gemeinhin denke, sagt Vanessa Amstad. «Es braucht dazu vielfältige Kenntnisse.» Hilfreich ist unter anderem ein gutes Organisationstalent, denn im «Bären» werden regelmässig Geburtstage, Kulturanlässe und grössere Bankette veranstaltet. An die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe hat sich Amstad gewöhnt, auch wenn diese nicht immer einfach seien. Sie erwähnt in diesem Zusammenhang die körperlichen Belastungen der Tätigkeit. «Als Restaurationsfachfrau bin ich den ganzen Tag auf den Beinen.» Keine Mühe bereiten Amstad die speziellen, aber geregelten Arbeitszeiten. «Zimmerstunden, wie in anderen Betrieben üblich, habe ich keine.» Ihre Arbeitswoche dauert jeweils von Donnerstag bis Sonntag, dazu kommt am Mittwoch der Besuch der Gewerblichen Berufsschule in St. Gallen.

Grundlagen als erstes gelernt

Die Ausbildung in der Gastronomie hat Vanessa Amstad vor einem Jahr begonnen. «Als erstes habe ich das Grundgedeck à la carte gelernt.» Später seien der Umgang mit Wein und anderes dazugekommen. Den Lernenden werde schrittweise mehr Verantwortung übertragen, sagt die Stadtsanktgallerin. «Dabei lernt man auch, mit den unterschiedlichen Gästen umzugehen.» Als Voraussetzung für den Beruf Restaurationsfachfrau nennt Amstad ein grundsätzliches Interesse an gastronomischen Fragen und Durchhaltewille.