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LICHTENSTEIG: Wichtigkeit der Jagd unterstrichen

99 Mitglieder des Jägervereins Toggenburg fanden sich am Freitag zur Hauptversammlung in der «Krone» ein. Regierungsrat Bruno Damann sprach über die Aufgabe der Jäger zu Gunsten der Natur.
Sabine Schmid
Köbi Rutz ehrt Gabi Markwalder an der Versammlung als erste Veteranin des Vereins. (Bild: Sabine Schmid)

Köbi Rutz ehrt Gabi Markwalder an der Versammlung als erste Veteranin des Vereins. (Bild: Sabine Schmid)

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

Im Kanton Zürich ist die Jagd umstritten. Eine im vergangenen Sommer eingereichte Initiative verlangt, dass nicht mehr die Jäger für die Regulierung des Tierbestands sorgen, sondern die staatlichen Wildhüter. Im Toggenburg herrscht bei den Jägern hingegen Einigkeit. Alle Traktanden an der Hauptversammlung wurden rasch und diskussionslos erledigt. Keinen Diskussionsbedarf gibt es auch über den Inhalt der Züricher Initiative. Ein solches Ansinnen fände bei den Toggenburger Jägern keine Befürworter.

Aktiv in Hege, Pflege und Geselligkeit

Über die Tätigkeit des Vereins legte Präsident Köbi Rutz ausführlich Rechenschaft ab. Nicht nur haben die Mitglieder die vom Kanton geforderten Abschusszahlen erfüllt und die Reviere gepflegt. Die Jäger haben ebenfalls den obligatorischen Schiess-Nachweis bei Jagdschiessen in Nesslau erbracht. «Eine sichere Handhabung der Waffe und die Treffsicherheit sind unverzichtbare Bestandteile einer verantwortungsbewussten Jagd», betonte Köbi Rutz. Eine weitere Möglichkeit, die Schiessfertigkeit zu trainieren, haben die Jäger beim Schrotschiessen im Steinbruch Starkenbach, bei dem über 80 Teilnehmer verzeichnet wurden. Solche Anlässe bieten auch immer Platz für den Austausch und die Geselligkeit.

Aktiv ist auch die Hundegruppe. Die Gespanne treffen sich mehrmals im Jahr zu Übungen, seit kurzem pflegen sie eine intensive Zusammenarbeit mit dem St. Galler Jagdverein Hubertus. Im vergangenen Jahr haben drei Toggenburger Gespanne die 500-Meter-Prüfung absolviert, ein weiteres die 1000-Meter-Prüfung.

Bezüglich der Mitgliederzahlen konnte Köbi Rutz auch Positives berichten. Zwölf Mitglieder wurden in den Verein aufgenommen, nun sind im Jägerverein 261 Jägerinnen und Jäger zusammengeschlossen. Die Mitgliederzahlen seien seit Jahren steigend, stellte Köbi Rutz fest. Sein persönliches Ziel von 280 Vereinsmitgliedern sei durchaus realistisch.

Erste Veteranin geehrt

Eine besondere Ehrung kommt denjenigen Vereinsmitgliedern zuteil, die im laufenden Jahr 65 Jahre alt werden und seit mindestens 20 Jahren Mitglied des Jägervereins Toggenburg sind. Sie erhalten als Veteranen eine goldene Nadel verliehen. Köbi Rutz konnte am Freitag mit Gabi Markwalder erstmals eine Jägerin ehren. Neben ihr durften auch fünf Jäger die Veteranennadel in Empfang nehmen. Diese Ehrung wurde, wie weitere Punkte der Versammlung, von der Bläsergruppe musikalisch umrahmt.

Luchs gehört zur Biodiversität

Der Luchs im Toggenburg war auch im vergangenen Jahr ein Thema bei den Toggenburger Jägern. Im April überreichten sie Regierungsrat Bruno Damann eine Petiton mit der Forderung, die «überhöhten Luchsbestände im Toggenburg» zu regulieren. Der Vorsteher des kantonalen Volkswirtschaftsdepartements, der als Gast in Lichtensteig war, erwähnte in seinem Grusswort die Strategie zur Biodiversität, die der Regierungsrat im Dezember verabschiedet habe. Eine der zehn Massnahmen beinhalte, die Vielfalt und den Reichtum der Natur zu erhalten. «Der Luchs gehört da hinein», betonte Bruno Damann. Er zeigte aber Verständnis für die Anliegen der Jäger, die in seinen Augen eine wichtige Aufgabe übernehmen. Der Luchsbestand werde vom Kanton reguliert, führte er aus. Im vergangenen und in diesem Jahr werden je zwei Tiere im Kanton St. Gallen eingefangen und in Deutschland wieder angesiedelt. Eine Regulierung durch die Jäger, ähnlich wie beim ebenfalls geschützten Steinbock, werde allenfalls im neuen eidgenössischen Jagdgesetz geregelt.

«Ohne Jäger hätte der Kanton Probleme»

Bruno Damann zeigte sich besorgt über die Zeichen, die eine Annahme der Initiative im Kanton Zürich für den Kanton St. Gallen oder die Schweiz haben könnte. «Die Aufgabe der Jäger ist sehr wichtig, ohne sie hätte der Kanton St. Gallen grosse Probleme», sagte er. Damit meinte er nicht nur die fehlenden Einnahmen der Pachtzinsen, sondern auch, dass die kantonalen Wildhüter die geforderten Abschüsse nicht alleine erledigen könnten. Aus seiner Sicht ist es darum wichtig und richtig, dass sich die Jäger an der nächsten Olma an einer Sonderschau präsentieren.

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