LICHTENSTEIG: «Mehr Gesang würde Psychologen überflüssig machen»

Am Dienstag, 15. März, trafen sich die 24 aktiven Mitglieder des Evangelischen Kirchenchores Mittleres Toggenburg im Café Huber in Lichtensteig zur 114. Hauptversammlung.

Anna Sonnleithner
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Agnes Zimmermann, Marlies Huber, Elsbeth Meier, Monika Hofer und Leo Blumer konnten Mitgliedschaftsjubiläen feiern. (Bild: pd)

Agnes Zimmermann, Marlies Huber, Elsbeth Meier, Monika Hofer und Leo Blumer konnten Mitgliedschaftsjubiläen feiern. (Bild: pd)

LICHTENSTEIG. Mit diesem Zitat einer unserer Sängerinnen wird der in Mundart vorgetragene Jahresbericht 2015 von Margrit Pabst beendet. Mit einem heftigen Geläut wurde die Versammlung von unseren zwei Co-Präsidentinnen Margrit Pabst und Clara Grams eröffnet. Bis auf ein Mitglied, das krankheitshalber nicht erscheinen konnte, waren wir vollzählig.

Über 40 Proben

Unseren Ehrengast Armin Reich durften wir freudig begrüssen. Über 40 Proben, 5 Auftritte und 3 Abdankungen haben wir im Jahr 2015 zu verzeichnen. Der erste Gottesdienst war am Karfreitag, in dem wir Teile aus der «Messe brève» von Léo Delibes sangen. Für unser Chorprojekt Cantars im Mai 2015 hatten wir in den Proben einiges zu leisten. Die Arbeit für unseren Auftritt am 9. Mai in der St. Peterskirche in Wil hat sich jedoch gelohnt. Die für gemischten Chor und Rhythmusinstrumente geschriebene Messe «A little Jazz mass» von Bob Chilcott war etwas ganz Neues für uns. Nachdem wir für Pfingsten neben Taizé-Liedern noch das «Gloria» aus der Delibes-Messe sangen, hatten wir im Juni ein wundervolles Zusammentreffen mit dem Kirchenchor aus Dohna (Deutschland). Zusammen wurde gesungen, gewandert und gefeiert!

Gelungene Reise

Trotz Sommerferien sangen wir in fast kompletter Besetzung für die Abdankung von Gerda Söll. Am 13. September war es auch schon wieder Zeit für unsere alljährliche Kirchenchorreise, die seit neun Jahren immer wunderbar organisiert wird von Karin Vosswinkel. Nach einer interessanten Führung durch Rapperswil durften wir ein tolles Mittagessen auf der Insel Ufenau geniessen. Trotz einiger Wolken war es möglich, es draussen unter den eindrücklichen Platanen einzunehmen. Danach wurde in der dort restaurierten Kapelle St. Peter und Paul mit einer grandiosen Akustik gesungen. Der Bettagsgottesdienst wurde mit verschiedenem Liedmaterial, unter anderem einem irischen Segen, gestaltet. Auch am Abschiedsgottesdienst von Berta Feurer durften wir singen. Zur Christnachtfeier hat uns diesmal ein ausgefallenes Instrument begleitet: Eine Panflöte spielte besinnlich die Ober- und Melodiestimme.

Teilnahme an Gospelprojekt

Unser Ehrenmitglied und langjähriger Sänger Josef Schmid verstarb im Januar 2016. Neben dem Chor sangen unsere Mitglieder Clärli Schlegel und Karin Vosswinkel sein Lieblingslied «Am Himmel stoht es Sternli», begleitet von Agnes Kühne am Akkordeon. Den Jahresbericht rundete ein riesiges Dankeschön an unsere innovative und geduldige Dirigentin Heidi Bollhalder ab. Diese stellte uns unser Jahresprogramm für 2016 vor. Dabei werden wir unter anderem ein Gospelprojekt für Pfingsten starten, zu dem wir alle Interessierten und Singfreudigen einladen, mit uns dieses möglichst zahlreich und energiegeladen zu gestalten.

Rosen für langjährige Mitglieder

Spannend ist immer die Verteilung der wunderschönen, in diesem Jahr orangefarbigen Rosen und der Geschenke für die Jubiläen der Chormitglieder. Insgesamt erreichten wir 85 Jahre Mitgliedschaft mit nur fünf Personen!

Monika Hofer und Leo Blumer sind 10 Jahre aktiv am Singen. Elsbeth Meier ist seit 15 Jahren im Kirchenchor. Marlies Huber erreicht 20 Jahre Mitgliedschaft, und für 30 Jahre Altstimme bekommt Agnes Zimmermann einen duftenden Rosenstrauss in ihrer Lieblingsfarbe Violett.

Niemals abwesend

Auch für vorbildlichen Einsatz bei den Proben und Auftritten werden Rosen verteilt. Unsere Dirigentin Heidi war nicht ein Mal abwesend! Nach einem vorzüglichen Abendessen gingen wir in den unterhaltsamen Teil unseres Abends über. Beim Auftritt von zwei Clowninnen konnten wir lachen und mitsingen.