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LICHTENSTEIG: Kratzbürstiges Trio

In einer als «Preview» angekündigten Vorstellung zeigten die «Exfreundinnen» am Samstag ihr neues Programm «Zum Fressen gern» im Chössi-Theater.
Michael Hug
Die «Exfreundinnen» Anikó Donáth, Isabelle Flachsmann und Martina Lory mit Begleitmusikerin Sonja Füchslin. (Bild: Michael Hug)

Die «Exfreundinnen» Anikó Donáth, Isabelle Flachsmann und Martina Lory mit Begleitmusikerin Sonja Füchslin. (Bild: Michael Hug)

Michael Hug

redaktion@toggenburgmedien.ch

Man hat sich ja zum Fressen gern und trotzdem wird gezickt und aufeinander herumgehackt, wie es die Hühner tun, wenn Fütterungszeit ist. Dabei treffen sich die Vorlieben der drei spätpubertierenden Damen im allerbesten Alter nicht mal beim Fressen, pardon, beim Essen, sondern nur beim Thema Männer.

Beim Essen scheiden sich die Geister, das macht das kratzbürstige Trio schon in den ersten fünf Minuten des Abends klar. Anikó Donáth, die Rote, Isabelle Flachsmann, die Schwarze, und Martina Lory, die Blonde: Die eine ist Hardcore-Veganerin, die Zweite hat eine kolossale Allergie auf Nüsse und die Dritte fehlt an keiner Metzgete. «Zum Fressen gern» also heisst das neue, das zweite Programm der Damen-Comedy-Sängerinnen-Truppe. Alle drei Damen, mit Begleitmusikerin Sonja Füchslin (Klavier, Geige, Akkordeon) sind es vier, kommen aus den Genres Musical und Theater und versuchen sich nun seit einiger Zeit in Comedy. Comedy – nicht Kabarett – muss zuweilen die niedrigen Gefühle ansprechen, natürlich auf lustige Weise, lebt von laschen Klischees und flachen Witzen.

Frauenfreundschaften sind wie Quantenphysik

Auch bei den «Exfreundinnen», die so «Ex» gar nicht sind, denn eine gesteht (Flachsmann), dass sie seit mindestens zehn Jahren mit einem Deutschen namens Klaus verheiratet ist. Glücklich verheiratet. Dabei versucht sich das Trio an einem wahrlich schwierigen Thema: Frauenfreundschaften. Ähnlich kompliziert wie Quantenphysik, meint Donáth.

Es geht um Männer und ihre Macken

Jedes komplexe Thema hat eine simple Lösung: «Wenn me mit Männer ä Puff hett, denn gitz am Schluss immer Versöhnigssex. Mir under üs hend stattdesse e Versöhnigsfresse!» Schwierig, wenn die Veganerin beim Refrain des Lieds «Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei» schreiend aus der Beiz rennt.

Derweil meint die Karnivorin: «Ich bruuche Fleisch, süsch werdi ranzig!» Die Entgegnung bleibt nicht aus: «Nei, du wirsch ranzig, wenn du Fleisch ässisch!» Genug des Fressens. Eigentlich geht es, wie erwähnt, um ein ganz anderes Thema. Um Männer geht’s, um deren Macken, um Beziehungen und, logisch, um Sex.

Natürlich kommen die Männer im Programm der «Exfreundinnen» nicht gut weg, man, also frau, ist sich einig: «Und du bisch es A...loch, du bisch dumm und unerträglich blöd, du bisch doof und ich hann dich gar nöd gern ...». Fragt sich nur, warum frau sich überhaupt eingelassen hat auf einen solchen Deppen. Doch Frauen beschäftigen sich auch mit sich selber: «Nach der Periode ist vor der Periode – darum ist jetzt Menopause!» Zwanzig Minuten Zeit für das Publikum, zu diskutieren, ob diese Exfreundinnen nun genial Neues zum Thema verbreiten oder einfach nur flachwitzige Phrasen dreschen, pardon: singen.

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