LICHTENSTEIG: «Facetten» in der Galerie Hadorn ausgestellt

Am Samstag beginnt die Ausstellung von Kadrie Rodenhäuser mit einer Vernissage.

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Die Faszination für den Menschen und die Leidenschaft für das Schaffen von Werken, die eben diesen Menschen in seiner Einzigartigkeit festhalten, haben sie zur Künstlerin gemacht. Die Liebe hat sie in die Innerschweiz geführt, wo sie seit 25 Jahren ihrer Passion professionell nachgeht. In dieser Zeit hat Kadrie Rodenhäuser viele traditionelle und moderne Techniken des künst­lerischen Arbeitens eingesetzt, kombiniert und weiterentwickelt. Ihr Streben nach der perfekten Wiedergabe dieser Momente, die einen so starken Eindruck in ihr hinterlassen haben, dass sie ein Werk dazu schaffen muss, begleitete sie schon während ihrer beiden Studien an der Kunstschule in Elbasan, Albanien, und an der Hochschule Luzern. So mag es denn nicht erstaunen, dass ihre Arbeiten geprägt sind von grosser Fertigkeit und Akribie.

In ihrer neuen Ausstellungsreihe «Facetten» zeigt die Emmenbrückerin einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Œuvre, mehrheitlich Skulpturen in Ton und Druckgrafiken, die um das Thema des Menschen in seiner natürlichsten Form der Nacktheit kreisen und den Zuschauer gleichermassen einen unverstellten Blick auf das verletzliche menschliche Wesen sowie einen unbekümmerten ästhetischen Genuss bieten. «Ich war schon immer vom Potenzial guter Drucktechnik fasziniert und wollte unbedingt eine Ausstellung dazu realisieren», meint die Galeristin Mirjam Hadorn. Mit den Lithographien und Radierungen von Kadrie Rodenhäuser ist ihr dies gelungen: In unterschiedlichen Techniken, als Einzelwerke oder kleine Reihen, mal unbelassen als reine Radierungen, mal weiterbearbeitet in der antiken Technik der Enkaustik – die Künstlerin zeigt ein breites Spektrum an Macharten, die mit hoher Intensität den Betrachter in ihren emotionalen und visuellen Bann schlagen.

Auch wenn die Auswahl an Werken der Breite von Rodenhäusers Schaffen, welches auch Ölmalerei, Aquarelle und Zeichnungen umfasst, nicht ganz gerecht wird, so tritt der hohe künstlerische Wert in den gezeigten Druckgrafiken und Skulpturen deutlich hervor. Vergessen geglaubte Kunstformen gewinnen in der ewigen Frage nach unserem Wesen ihre Zeitlosigkeit und Aktualität zurück. (pd)

Vernissage am Samstag, 4. Februar, 15 bis 18 Uhr in der Galerie Hadorn in Lichtensteig.