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LICHTENSTEIG: Es rockte im «Storchen»

Am Samstag spielte die Wiler Rockband Serum im Städtli. Ihr Mix aus Rock ’n’ Roll, Metal und Blues kam beim Publikum an.
Sascha Erni
Gastsänger Joe (Mitte) unterstützt Serum beim Auftritt im «Storchen» in Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)

Gastsänger Joe (Mitte) unterstützt Serum beim Auftritt im «Storchen» in Lichtensteig. (Bild: Sascha Erni)

Sascha Erni

redaktion@toggenburgmedien.ch

Die Storchenbar war gut besucht, als Serum pünktlich um 20 Uhr mit dem ersten ihrer zwei Sets loslegte. Die Musik fuhr sofort in die Beine – und in den Nacken. Die Eigenkompositionen der Band bewegen sich irgendwo zwischen AC/DC und Rammstein, ums rhythmische Kopfschütteln kommt man also nur schwer herum. Etwas ruhiger wird es nur mit den wenigen Cover-Versionen, die die Wiler zum Besten geben. Auffällig: Die Covers sind die einzigen Stücke in englischer Sprache. «Wir setzen bewusst auf hochdeutsche Texte. Der Inhalt spricht so das Publikum direkter an», wie Nikki G. Fox, Songwriter und Schlagzeuger der Band, sagt.

Musik als Schlangenserum

Aber weshalb heisst die Band ­Serum? Sie sehen sich als ein Gegengift, erklärt Nikki G. Fox. Nicht allen Menschen ginge es gut, also bräuchte es wie nach einem Schlangenbiss ein Serum, für ein besseres Lebensgefühl. Nikki G. Fox weiss, wovon er spricht, denn die Band setzt sich aus Klienten des Buecherwäldlis zusammen. Die Werkstätte in Wil beschäftigt rund 60 Menschen, die meisten davon mit einer psychischen Behinderung. 2009 dann die Idee: Wie wäre es mit einer Band? Nikki G. Fox und der Fachmann für Integration René Mühlethaler, der unter dem Namen Rockin’ Reno an Gitarre und Mikrofon auftritt, zogen das Projekt als Bandleader-Duo durch. Heute spielen acht Musikerinnen und Musiker bei Serum, Gastmusiker nicht mitgezählt. Das Niveau ist durchaus anspruchsvoll, an diesem Samstagabend hätten auch routinierte Pub-Musiker einen schweren Stand gegen die Band gehabt.

«Ich würde Serum jederzeit wieder einladen», sagte dann auch Karin Stoob nach der Rock-Party. Die Wirtin des «Storchens» kam über gemeinsame Bekannte auf die Band. «Es war ein gelungener, super Abend.» Dem ist nichts hinzuzufügen.

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