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LICHTENSTEIG: Erstes Update bis 2025

Der Gemeinderat präsentierte am Montag der Bevölkerung den Zwischenstand zur Lichtensteiger Strategie 2025 und informierte über Finanzlage, Projekte und Gemeindeliegenschaften.
Sascha Erni
Trotz fasnächtlichem Ambiente waren Präsentation und Diskussion in der Kalberhalle sachlich und konstruktiv. (Bild: Sascha Erni)

Trotz fasnächtlichem Ambiente waren Präsentation und Diskussion in der Kalberhalle sachlich und konstruktiv. (Bild: Sascha Erni)

«Strategie, Projekte und Finanzen», so lautete das Thema der Veranstaltung des Lichtensteiger Gemeinderats. «Es handelt sich heute um ein Update mit Diskussionsrunde», eröffnete Stadtpräsident Mathias Müller den Abend, bevor er sich wortgewandt und routiniert durch die 31 Folien seiner Präsentation klickte. Gut zwei Dutzend Bürgerinnen und Bürger nahmen am Anlass von Montagabend in der Kalberhalle teil.

In einem Rückblick beschrieb Mathias Müller die Situation des Standorts Lichtensteig und erläuterte, wie zum Beispiel die Tiefsteuerstrategie vor zwanzig Jahren keine konkreten Verbesserungen gebracht hatte. Weder siedelten sich mehr Unternehmen an als im regionalen Durchschnitt, noch konnte der Bevölkerungsschwund nennenswert reduziert werden. Dies hast noch heute direkten Einfluss auf die Gemeindefinanzen und die Verschuldung. Hier hatte auch die Strategie 2025 angesetzt (siehe «Toggenburger Tagblatt», Ausgabe vom 11. Februar 2016). «Wir stehen damit noch am Anfang, die Projekte laufen erst langsam an. Es braucht Geduld, bis sich Resultate zeigen», erklärte Müller.

Steuererhöhungen weder nötig noch geplant

Finanziell stünden nur noch wenige grössere Investitionen wie die Sanierung der Wasserleitung beim «Goldenen Boden» an, aber keine Neubauten oder andere teure Projekte. Das Investitionsvolumen von 19 Millionen Franken über 20 Jahre sei in den Büchern, wie der Gemeinderat versicherte. 2017 konnte ein Gewinn von rund 200000 Franken verzeichnet werden, das Budget 2018 ist ausgeglichen. Steuererhöhungen seien weder nötig noch geplant. «Wir haben eine gute Ausgangslage zum Wirtschaften», sagte Mathias Müller. Aber die Verschuldung bleibe weiterhin ein grosses Problem der Gemeinde. Die Entlastung sei eine langfristige Sache. Mit einem Grund: die Immobilien der Gemeinde. «Die Renditeliegenschaften entlasten uns mittelfristig, aber Infrastruktur wie Strassen und Abwasser sind immer noch überdimensioniert.» Entsprechend betonte Mathias Müller, dass die Einwohnerzahl Lichtensteigs den wichtigsten Faktor zur Gesundung der Finanzen darstelle.

Mehr Partizipation statt nur Information

Die Informationsveranstaltung war einerseits eine Vorschau auf die kommende Bürgerversammlung vom 26. März. Aber Müller versprach in der Einführung auch eine Diskussionsrunde, und angeregt bis hitzig sollte diese dann ausfallen. Die Voten waren vielfältig: Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in die Entscheidungsfindung der Gemeindeverwaltung, der kommende Umzug der Verwaltung ins Bankgebäude, der Einfluss der Pflegefinanzierung auf die Gemeindefinanzen, das «Verscherbeln des Tafelsilbers» durch den angedachten Verkauf von Finanzliegenschaften bis zu Fragen zu konkreten baulichen Massnahmen – das und mehr bewegte die Zuhörer. So unterschiedlich die eingebrachten Punkte auf den ersten Blick waren, so klar zeigten sie eine Gemeinsamkeit auf. Im vergangenen Jahr hatte sich die Kommunikation von der Gemeinde zur Bevölkerung vorwiegend auf das Mitteilungsblatt und Zeitungsberichte beschränkt, Teile der Bevölkerung fühlten sich aussen vor. Die Gäste hofften, dass die Informationspolitik Lichtensteigs wieder mehr auf Partizipation statt reine Information setzen würde. Aber dieser Abend in der Kalberhalle wäre ein guter erster Schritt dahin gewesen, waren sich beim abschliessenden Apéro viele einig.

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