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LICHTENSTEIG: «Drei Engel fürs Chössi" wird zehn Jahre alt

Alle Jahre wieder lassen sich drei Engel im Chössi-Theater nieder. Heuer stand ein kleines Jubiläum an: Zehn Jahre «Drei Engel fürs Chössi». Wieder gab es interaktives Engelbasteln, ein Heimat-Quiz und eine ziemlich schräge Weihnachtsgeschichte.
Michael Hug
Die drei Engel fürs Chössi stiegen zum zehnten Mal hernieder: Christian Käufeler, Peter Hottinger und Martha Zürcher. (Bilder: Michael Hug)

Die drei Engel fürs Chössi stiegen zum zehnten Mal hernieder: Christian Käufeler, Peter Hottinger und Martha Zürcher. (Bilder: Michael Hug)

Es war wie eine Weihnachtsnacht, wie man sie sich wünscht: Draussen stürmt’s und schneit’s, drinnen werden Herzen und Bäuche warm, noch dazu steigen drei Engel vom Himmel herab und machen die Menschen froh. Stets etwas früh – noch mitten im Advent – wird im «Chössi» Weihnachten gefeiert. Man macht dies mit drei engagierten Engeln – Musiker (Christian Käufeler) der eine, Schauspieler (Peter Hottinger) der andere, Regisseurin (Martha Zürcher) die dritte –, mit Thonsalat, Rindsbraten und Mais und einem Tiramisu sowie dem gemeinsamen Basteln einer individuellen Geburtstagskarte. Man darf gespannt sein, ob es die liebevoll zurechtgeschnipselte und geklebte Karte im kommenden Jahr in den eigenen Briefkasten schafft, wo doch die Himmelsboten nur in der Weihnachtszeit im Einsatz sind.

Drei geflügelte Himmelswesen

Diese drei geflügelten Himmelswesen flogen nach einem Irrflug im Toggenburger Schneegestöber herab aus dem schwarzen Himmel und beehrten das dafür zahlende Publikum in der feierlich aufgemachten Bahnhalle zu Lichtensteig zwar nicht mit tollen Geschenken oder guten Wünschen, sondern mit reichlich entrückter Impro-Musik, einer schrägen Weihnachtsgeschichte (Matto Kämpf: «Kanton Afrika») und ebendieser Bastelanleitung für eine Geburtstagskarte. Beim Besuch aus dem Himmelreich durfte auch festlich gespeist werden. Festlich und nicht wie in früheren Jahren in weissem Nachtgewand und selbstgelismeten Wollsocken erschienen die drei geflügelten Wesen. Ebenso festlich erschien gutgelaunt auch das Publikum von nah und fern. Sehr fern, sogar Zürcher Nummernschilder sah man an den Autos vor dem Haus.

Das beliebte Quiz in der Mitte des Abends

In der Mitte des Abends: das beliebte Quiz. Namen von Schweizer Filmen, Liedern, Traditionen, Ort- und Landschaften mussten erraten werden. Für die Schnellsten gab es Jasskarten zu gewinnen. Alle übten sich am Schluss der Feier beim Singen des nicht wirklich zu den Weihnachtsliedern gehörenden Stücks «Stand by me» (Jerry Leiber/Mike Stoller, 1961). Und man glaubte draussen im Nachthimmel die Kollegen der drei Himmelsboten drinnen den Refrain mitsingen zu hören: «So darlin’, darlin’, stand by me, oh now now stand by me, stand, stand by me, stand by me!» Steh’ zu mir – bei was auch immer. Beglückt und berührt verliess das Publikum nach vier Stunden den Ort des Engelsempfangs und suchte im Schneegestöber den Heimweg. Eine wahre Weihnachtsnacht, vielleicht die letzte, denn ob die drei Engel das «Chössi» nächstes Jahr wieder besuchen werden, ist im Himmel noch nicht entschieden worden (siehe Interview).

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