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LICHTENSTEIG: «Demokratie lebt von den Medien»

An der gut besuchten Neujahrsbegrüssung der SP Toggenburg ruft Regierungsrätin Heidi Hanselmann zu einem engagierten Einsatz gegen die No-Billag-Initiative auf.
Ruben Schönenberger
Regierungsrätin Heidi Hanselmann plädierte für ein Nein zur No-Billag-Initiative. (Bilder: Ruben Schönenberger)

Regierungsrätin Heidi Hanselmann plädierte für ein Nein zur No-Billag-Initiative. (Bilder: Ruben Schönenberger)

«Ich kann mich nicht erinnern, dass an unserer Neujahrsbegrüssung einmal so viele Leute da waren», sagte Hansheiri Keller, Präsident der SP Toggenburg, zum Auftakt des Parteianlasses. In der Tat war das Restaurant des Chössi-Theaters mit über 50 SP-Mitgliedern gut gefüllt.

Etwas verspätet, weil sie direkt von einer anderen Neujahrsbegrüssung anreiste, mischte sich auch Regierungsrätin Heidi Hanselmann unter die Gäste. Zu ihrer Begrüssung erwähnte Keller zwei Bauprojekte des Kantons. Während die Fortschritte beim Spital Wattwil erfreulich seien, wünsche er sich auch einen Schub beim Campus Wattwil. Die Verzögerung bei diesem Projekt wurde in der Vergangenheit von Toggenburger Politikerinnen und Politikern aus verschiedenen Parteien kritisiert. Mit Hanselmann nach Lichtensteig gekommen war Donat Ledergerber, der Generalsekretär im von der SP-Regierungsrätin geführten Gesundheitsdepartement. Ledergerber war selbst lange in der SP Toggenburg aktiv und nahm mehrere Jahre für die Partei im Kantonsrat Einsitz.

«Wer zahlt, befiehlt. Berlusconi lässt grüssen»

Hanselmann erwähnte in ihrer Ansprache, dass sie immer wieder gerne ins Toggenburg komme. Ihre Grosseltern betrieben früher das Hotel Sonne in Krummenau. «Wir waren fast jedes Wochenende dort. Am Montag konnte ich es jeweils kaum erwarten, wieder ins Toggenburg zu fahren.»

Die Ansprache war aber vor allem von der politischen Aktualität geprägt. Dabei streifte Hanselmann globale Themen wie den Klimaschutz sowie nationale wie die Krankenkassenprämien. Zu Letzterer verwies die Regierungsrätin auf eine laufende Unterschriftensammlung, die es den Kantonen ermöglichen soll, Ausgleichskassen zu installieren.

Das Hauptaugenmerk legte Hanselmann auf die kommende eidgenössische Volksabstimmung über die No-Billag-Initiative. «Demokratie lebt von Medien, die unterschiedliche Meinungen präsentieren», sagte die Regierungsrätin. Die Befürworter der Initiative sprächen sich aber für eine Medienvielfalt aus, die durch Geld bestimmt werde. «Wer zahlt, befiehlt. Berlusconi lässt grüssen», sagte Hanselmann. Der Markt könne das Angebot nicht günstiger erbringen. Sie bat die Anwesenden, mit Überzeugung gegen die Initiative einzustehen.

Volker Ranisch trug am SP-Neujahrsapéro ein «erotisches Betrugsverhältnis auf Gegenseitigkeit» vor.

Volker Ranisch trug am SP-Neujahrsapéro ein «erotisches Betrugsverhältnis auf Gegenseitigkeit» vor.

Umrahmt wurde die Neujahrsbegrüssung der SP Toggenburg von Volker Ranisch. Clarisse Pellizzari, die durch das Abendprogramm führte, beschrieb den Künstler als Berliner, der im Toggenburg vielleicht nicht nur die zweite, sondern gar die erste Heimat gefunden habe.

Ranisch präsentierte danach in zwei Teilen «ein erotisches Betrugsverhältnis auf Gegenseitigkeit», wie es in der Einladung stand, nach dem Roman «Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull» von Thomas Mann.

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