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LICHTENSTEIG: Das Wasser war nicht immer einwandfrei

Die Bürgerversammlung hiess den Kredit für die Sanierung des Grundwasserpumpwerks Necker gut. Die Rechnung 2017 und das Budget 2018 wurden ohne Gegenstimmen angenommen. Die Rechnung 2017 schliesst 248 342 Franken besser ab als erwartet.
Martin Knoepfel
An der Bürgerversammlung von Lichtensteig nahmen 123 oder rund zehn Prozent der 1242 Stimmberechtigten teil. (Bild: Martin Knoepfel)

An der Bürgerversammlung von Lichtensteig nahmen 123 oder rund zehn Prozent der 1242 Stimmberechtigten teil. (Bild: Martin Knoepfel)

Das Grundwasserpumpwerk in Necker wird saniert. So entschied die Bürgerversammlung von Lichtensteig am Montagabend im Kronensaal. Das Projekt ist dringlich, denn die Bauarbeiten sollen im Herbst beginnen und es ist noch unklar, ob die Filterbrunnen regeneriert werden müssen. Das Pumpwerk liefert den Grossteil des Trinkwassers von Lichtensteig.

Das Grundwasserpumpwerk in Necker muss saniert werden. Der entsprechende Kredit wurde ohne Gegenstimme bewilligt. (Bild: Martin Knoepfel)

Das Grundwasserpumpwerk in Necker muss saniert werden. Der entsprechende Kredit wurde ohne Gegenstimme bewilligt. (Bild: Martin Knoepfel)

Wie der Gemeinderat im Gutachten schreibt, gab es Beanstandungen der Wasserqualität. Enterokokken wurden laut Stadtpräsident Mathias Müller im Wasser gefunden. Dieses soll künftig mittels UV-Anlage desinfiziert werden. Zugleich sollen die Pumpen ersetzt und neue oberirdisch montiert werden, damit sie vor dem Necker sicher sind. Die Kosten des Projekts betragen 390 000 Franken. Die Gemeinde erwartet eine Subvention der Gebäudeversicherung in Höhe von 15 Prozent der Kosten.

Der Kredit passierte problemlos. Zwar muss noch die Dorfkorporation Necker Ja sagen. Ihr Anteil ist zwei Achtel oder 130 000 Franken. Korporationspräsident Werner Fust (Necker) geht aber davon aus, dass die Vorlage an der Versammlung der Dorfkorporation am 4. April ein Ja erhält.
Ebenfalls dieses Jahr muss die Gemeinde Löcher im Dach der «Krone» flicken. Mangels Regen am Montagabend war nicht festzustellen, ob es hereintropft. 2019 werden voraussichtlich die Wasserleitungen im «Goldenen Boden» ersetzt. Sie könnten dann den 140. Geburtstag feiern.


Besserstellung um eine Viertelmillion Franken

Die Laufende Rechnung 2017 schliesst bei Ausgaben in Höhe von 10,6 Millionen Franken mit einem Gewinn von 227'452 Franken statt einem budgetierten Verlust von 20 900 Franken ab. Vor allem die Bereiche Bürgerschaft/Behörden/Verwaltung, Bildung und Gesundheit blieben bei den Ausgaben unter dem Budget.

Die Steuern spülten mit 5,9 Millionen Franken 154'837 Franken mehr in die Kasse als erwartet. Das war vor allem den Handänderungssteuern zu danken. Aus Liegenschaften im Finanzvermögen, vor allem dem Oberstufen-Schulhaus, flossen Mietzinsen von rund 300 000 Franken in die Kasse. Der Kanton mietet das Oberstufenschulhaus sicher bis 2024 für die Berufsschule und – wenn der Campus Wattwil kommt – bis 2028. Der Gewinn der Rechnung 2017 fliesst in die Abschreibungen.


Ausgeglichenes Budget für 2018

Das Budget 2018 sieht Einnahmen und Ausgaben von je rund 11,2 Millionen Franken vor. 55 Prozent der Ausgaben entfallen auf die Schule, je rund 12 Prozent auf die Kontogruppen Bürgerschaft/Behörden/Verwaltung und Soziale Wohlfahrt.

Die Rechnung 2017 und das Budget 2018 wurden auf Antrag der Geschäftsprüfungskommission angenommen. Es gab keine Gegenstimmen. Mit dem Budget legten die Stimmbürger zugleich den Steuerfuss für 2018 fest. Er beträgt unverändert 140 Prozent.

Lichtensteig müsse bis 2037 950 000 Franken im Jahr in die Infrastruktur investieren. Das entspreche den Abschreibungen und sei finanzierbar, sagte Mathias Müller. Wenn das Bankgebäude vermietet werden kann, erwartet die Gemeinde 4 bis 5 Prozent Bruttorendite. Die Strategie des Gemeinderats besteht darin, Lichtensteig zu beleben und initiative Personen, die neue Projekte lancieren, zu unterstützen.

Die Schule habe den neuen Lehrplan eingeführt, sagte Schulpräsidentin Petra Stump. Sie kündigte an, dass ab Sommer in der Unterstufe eine weitere Klasse nötig ist. Dank dem Lektionenpool gebe das keine Zusatzkosten, sagte Petra Stump. Ferner fand die erste der vierteljährlichen Elternsprechstunden statt. Die Schule erneuert dieses Jahr für 60 000 Franken die Informatik-Infrastruktur.

Ist ein Fussmarsch zur Turnhalle zumutbar?

Die Allgemeine Umfrage wurde rege benutzt. Stadtpräsident Mathias Müller beschenkte den zurückgetretenen Gemeinderat Martin Fricker sowie Urs Castelberg, der letztmals für den Ton an einer Bürgerversammlung sorgte.

Ein Votant fragte nach der Auslastung der Militärunterkunft sowie nach der Zukunft der «Krone» und des «Sommerbeizli». Martin Fricker sagte, dass die Zwischennutzung der «Krone» beendet sei. Man müsse jetzt die Bewerbungen für eine Vermietung prüfen. Mathias Müller sagte, dass die Gemeinde nach dem Wegzug der Berufsschule durch die Zusammenarbeit mit Sportverbänden 100 000 Franken Miete pro Jahr hereinholen wolle. Eine Frau fand, es sei für Sportler zumutbar, die Autos im Parkhaus abzustellen.

Ein Votant forderte, dass es abends und an Wochenenden möglich sein solle, Autos bei der Turnhalle abzustellen. Mathias Müller teilte mit, dass es wieder ein «Sommerbeizli» geben wird. Ein Votant möchte die Gemeindeverwaltung im Parterre des Bankgebäudes ansiedeln, weil so der Zugang für Gehbehinderte am einfachsten sei. Der Stadtpräsident wies darauf hin, dass das Bankgebäude einen Lift hat, der Rollstuhl- und Rollator-tauglich ist. Aus Kosten- und aus Effizienzgründen sei es wünschenswert, die ganze Gemeindeverwaltung auf einer Etage unterzubringen, sagte Mathias Müller. (mkn)

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