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LICHTENSTEIG: Das Chössi Theater sucht Theaterbegeisterte

Das Chössi-Theater ist gut aufgestellt, die Finanzen sind im Lot und das Theater zu 70 Prozent ausgelastet. Das war an der Mitgliederversammlung vom Samstag zu erfahren.
Mit einem heiteren Multiple-Choice-Verfahren wurden an der Chössi-Versammlung neue Vorstandsmitglieder und Helfende gesucht. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Mit einem heiteren Multiple-Choice-Verfahren wurden an der Chössi-Versammlung neue Vorstandsmitglieder und Helfende gesucht. (Bild: Cecilia Hess-Lombriser)

Die Mitgliederversammlung des Chössi-Theater im Proberaum Bahnhof Lichtenstieg gleicht jeweils einer Theatervorstellung. Präsident Urban Kressibucher erlaubt sich in der Traktandenliste den Punkt «Der etwas andere Jahresbericht des Präsidenten» und legt Protokoll, Jahresberichte aus den Ressorts und die Rechnung schriftlich auf und lässt nur das Nötigste von den Verantwortlichen kommentieren. So versuchte er dieses Mal bei seinem Auftritt neue Vorstandsmitglieder und sonstige Mitwirkende, die als «Chrampfisieche» bezeichnet wurden, per heiteres öffentliches Multiple-Choice-Verfahren zu finden. Zum Ziel dürfte trotzdem nur durch die direkte Ansprache führen.

Lebendig durch breite Unterstützung

Das «Chössi» braucht Geld und es bekommt es dank privaten und öffentlichen Kulturförderern und Sponsoren der Region. 361 Mitglieder halten dem Kleintheater die Stange. Die Jahresrechnung stellte Peter Ledergerber deshalb als «Punktlandung» vor. Er selber möchte sein Amt gerne abgeben. Ein Nachfolger konnte allerdings an der Versammlung noch nicht präsentiert werden. Ein siebtes Vorstandsmitglied fehlt zudem weiterhin.

«Das Engagement der Vorstandsmitglieder geht weit über die strategische Führungsarbeit hinaus. Alle Vorstandsmitglieder stellen ihre Arbeitskraft auch in einer der neun Helfergruppen zur Verfügung, bringen Ideen für Projekte ein, reparieren und reinigen am Putztag und leisten vieles mehr», anerkennt der Präsident im Jahresbericht. Damit es nicht zur Überbelastung komme, brauche es dringend mehr Leute, die den Betrieb mittragen und den Vorstand ergänzen, machte er bewusst. Das «Chössi» lebt vom Engagement Einzelner und von Theaterbegeisterten – auf der Bühne, hinter der Bühne und auf den Plätzen vor der Bühne.

Lebendig durch vielfältiges Programm

17 Theater- und 11 Musikvorstellungen gab es letztes Jahr im «Chössi». Dazu kamen acht Vorstellungen des «Gofechössi», zwei der Kanti Wattwil und vier Vorstellungen der Eigenproduktion. Das wertvolle Programm für Kinder und Familien soll weiterhin gefördert werden. Am 9. Mai gibt es beispielsweise einen Theaterimpuls für Schulklassen. Fünf Schulklassen werden Produktionen aus den Klassenzimmern zeigen, die sie gemeinsam mit ihren Lehrpersonen und Theaterpädagogen vom «Gofechössi» erarbeitet haben. Wie Ilse Pauli vom Ressort Gastspielbetrieb sagte, will das Chössi-Theater nebst der Präsentation von bekannten Künstlerinnen und Künstlern die Neugier für unbekannte Künstler und Namen wecken. «Wir sind im letzten Jahr wieder berührt, aufgewühlt und aufgerüttelt worden», machte sie auf einige der Absichten der Kleinkunst aufmerksam. Im laufenden Jahr gibt es keine Eigenproduktion.

Lebendig durch Betrieb der Bahnhalle

Neun Helfergruppen mit insgesamt über 100 Helferinnen und Helfern sorgen rund um die Vorstellungen für das «unvergleichliche» Chössi-Ambiente in der Bahnhalle, wie Urban Kressibucher weiter in seinem Jahresbericht betont. So hatten die 24 anwesenden Mitglieder Gelegenheit, zum Essen in die Bahnhalle zu gehen, bevor die Vorstellung der Belgierin Horta van Hoye begann, die spannende Gesichter-Geschichten mit Bahnen von Papier erzählte. Das Engagement der Freiwilligen sei wichtig und wertvoll. Der Proberaum, die Künstlerwohnung und das Angebot von «Artist in Residence» würden nach wie vor von zahlreichen Künstlern genutzt. Weil der grosse Warteraum im Bahnhof Lichtensteig eher schwach besetzt sei, konnte bei der SOB eine kleine Mietreduktion erreicht werden. Im Übrigen wurde der gesamte Vorstand wiedergewählt. (hlo)

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