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LICHTENSTEIG: Beherrschte Strategien

Die Schweizer Meisterschaften in Radball und Kunstrad waren an Dynamik kaum zu übertreffen.
Sascha Erni
Die Kunstradfahrerinnen des ATB Wattwil. Sie erreichten im 4er-Kunstradfahren den 6. Rang.

Die Kunstradfahrerinnen des ATB Wattwil. Sie erreichten im 4er-Kunstradfahren den 6. Rang.

Sascha Erni

redaktion@toggenburgmedien.ch

Wer nicht wusste, dass am letzten Samstag in Lichtensteig eine Schweizer Meisterschaft wurde, merkte es spätestens beim morgendlichen Verkehrsaufkommen um die Jost-Bürgi-Schule. Der Grund für den Andrang? Die Schweizer Meisterschaften der Kunstradfahrer und Radballer. Nischensportarten, die aber selbst für Laien durchaus sehenswert sind.

Denn was die Männer und Frauen auf ihren Rädern zeigen, ist nicht nur in Sachen Körperbeherrschung erstaunlich, sondern auch an Dynamik und Geschwindigkeit nur schwer zu übertreffen. Der erste Wettkampf fand um 11 Uhr statt. Der leitende Schiedsrichter bat trotz der erst wenigen Zuschauer um absolute Ruhe, und schon nach wenigen Minuten wurde klar: Konzentration ist bei diesem Sport mindestens so wichtig wie Radbeherrschung. Während sich die Kunstradfahrerin Jasmin Brändle vom RMV Amriswil aufs Spezialparkett wagte und sich selbst nach einem dramatischen Sturz kaum aus der Ruhe bringen liess, füllte sich die Halle beständig an Zuschauenden. Es sollte bei weitem nicht der einzige Sturz an diesem Samstag bleiben. Was auf die Zuschauer leicht und beschwingt wirkt, kann schon beim geringsten Materialproblem oder der kleinsten Unachtsamkeit scheitern.

«Schweizer Meisterschaft – das ist nicht nichts»

In Lichtensteig trafen sich Kontrahenten wie Freunde, Zuschauer wie Sportlerinnen auf Augenhöhe. Abseits der Wettkampfhalle wurde viel gelacht und diskutiert, über Taktik, Figuren und den Sport an und für sich. «So eine Schweizer Meisterschaft ist schon nicht nichts», fasst es einer der Zuschauer zusammen. Während der Wettkämpfe war das Festzelt nur schlecht besucht, aber wenn eine längere Umbaupause entstand, drängten sich die rund 300 Zuschauer und die Teilnehmenden vor dem Grill. Es herrschte eine richtige Volksfeststimmung.

Spätestens beim Radball-Match Altdorf 1 gegen Pfungen dachte man für einen Moment in ein Eishockey-Derby geraten zu sein. Die Menge feuerte die vier Männer auf ihren Spezialrädern an, jubelte und stöhnte bei jedem Tor. Und davon sollte es reichlich geben. Denn Radball ist ein schneller Sport, bei dem auf strategisches Denken explosionsartige Angriffe folgen. Der Wettkampf war kurz und intensiv – Altdorf 1 schlug Pfungen 7:3, zur lautstarken Freude der Fans der mehrfachen Schweizer Meister.

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