LICHTENSTEIG: Adieu Winter – Willkommen Frühling

Der Funkensonntag ist ein Höhepunkt des Jahres. Diesen Sonntag, 5. März, wird mit der Kraft des Feuers und der Verbrennung des Bööggs der Winter vertrieben.

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An diesem Anlass wird mit allen Schulkindern der Gemeinde Lichtensteig gefeiert. Der Winter wird verabschiedet und der Frühling willkommen geheissen. Das Funkenfeuer mit «Böögg-Verbrennen» hat eine lange Tradition und ist einer der ältesten und schönsten Bräuche des Jahres. Nach dem Umzug der Schulkinder mit Laternen und Musik wird der Böögg verbrannt. Die Stimmung ist einmalig und begeistert jedes Jahr.

Der Funkensonntag symbo­lisiert die Verabschiedung des Winters und findet jedes Jahr am Sonntag nach Aschermittwoch statt. Durch das Verbrennen des Bööggs soll neues Leben entstehen und der Frühling eingeläutet und willkommen geheissen werden. Auch ein spiritueller Hintergrund des Funkensonntags ist in den Geschichtsbüchern zu finden: Durch die Kraft des Feuers, welches die Sonne symbolisiert, sollen alte Dinge aus dem vergangenen Jahr losgelassen werden.

Freude nach dem grossen Knall

Auch in diesem Jahr werden die Kinder um 19 Uhr mit selbstgemachten Laternen durch das dunkle Städtli ziehen, begleitet von der Musik der Musikgesellschaft Harmonie und des Tambourenvereins. Anschliessend versammeln sich Kinder, Musikanten und die Bevölkerung auf der grossen Floozwiese, am Fusse der Stadtmauern.

Nach einem kurzen Konzert und dem Feuerwerk wird der am Vortag aufgebaute Holzstoss mit Böögg angezündet. Wie in Zürich, ist die Freude gross, wenn der Kopf mit einem lauten Knall explodiert und damit das Ende des Winters symbolisiert. Rund um das grosse Feuer versammelt sich die Bevölkerung von Lichtensteig. Die Schulkinder freuen sich über die verteilten Brötli und Schokoladestengel, während sich die Erwachsenen mit Punsch und Glühwein wärmen. Auch in diesem Jahr wird seitens der Organisatoren ein Grillstand betrieben. Bei Wurst und Brot kann somit auch der kleine Hunger gestillt werden.Der Funkensonntag ist und bleibt beliebt – und ein Besucht lohnt sich bestimmt. (pd)

www.lichtensteig.ch.