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LIBINGEN: Widerstand gegen geplanten Windpark wächst - Gegner gründen einen Verein

Die Gegner des geplanten Windparks auf dem Älpli oberhalb von Libingen und Krinau organisieren sich in einem Verein. An der Gründungsversammlung nahmen 26 Personen teil.
Martin Knoepfel
Der Vorstand des Vereins Älpli-Gegenwind: Benoît Kunz, Hansruedi Hürlimann und Julian Müller (sitzend, von links nach rechts) sowie Kurt Müller, Interimspräsidentin Brigitta Schönbächler, John Spillmann und Ulrich Reimer (stehend, von links nach rechts). (Bild: Martin Knoepfel)

Der Vorstand des Vereins Älpli-Gegenwind: Benoît Kunz, Hansruedi Hürlimann und Julian Müller (sitzend, von links nach rechts) sowie Kurt Müller, Interimspräsidentin Brigitta Schönbächler, John Spillmann und Ulrich Reimer (stehend, von links nach rechts). (Bild: Martin Knoepfel)

Martin Knoepfel

martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch

Um Viertel vor Acht waren am Samstagabend knapp zehn Männer und Frauen im holzverkleideten Saal des Libinger «Rössli» anwesend. Es war noch Zeit für die persönliche Begrüssung und für Small-Talk. Kurz vor Acht kam der grosse Schub. Einige trudelten noch leicht verspätet ein. Schliesslich waren 26 Personen an der Gründungsversammlung des Vereins gegen den geplanten Windpark auf dem Älpli oberhalb von Krinau anwesend. Die meisten sind, wie man der Vorstellung hat entnehmen können, Krinauer. Einige kommen aus Libingen und aus anderen Gemeinden. Unter den 23 Vereinsmitgliedern sind ebenfalls Ferienhausbesitzer.

Erschrocken wegen der Grösse der Anlagen

Verschiedene Votanten schilderten, dass sie nicht gegen die Windenergie seien, sondern zuerst Windräder auf dem Älpli als eine gute Idee erachtet hätten. Erschrocken seien sie jedoch, als sie realisiert hätten, wie gross die Anlagen ausfallen würden. Eine Frau sagte, sie sei im Herbst mit ihren Kindern in die Gegend gezogen, weil es hier so ruhig sei. Nun stelle sich heraus, dass sie zwischen zwei geplanten Standorten wohne.

Als weiteres Argument gegen das Projekt erwähnten mehrere Votanten den Tourismus. Das Älpli sei ein wichtiges Naherholungs- und Wandergebiet, hiess es. Der Tourismus könnte beim Bau der Windräder leiden. In einem Brief kritisierte die Kerngruppe, welche die Vereinsgründung vorbereitet hat, die gesundheitliche Gefährdung durch den – nicht hörbaren – Infraschall. Auch das Vieh sei betroffen, das sich Beschwerden nicht einbilde, sagte Ulrich Reimer.

Zu den Argumenten, welche die Kerngruppe gegen den Windpark vorbringt, zählen unter anderem der Eingriff in die Landschaft durch die Transportpiste, die Einrichtung von zwei Baustellen in einem Trinkwasserschutzgebiet oder die mangelnde Distanz zum Horst eines Adlerpaars auf der Kreuzegg. Die Kerngruppe habe einen Brief an alle Gemeinderäte von Wattwil und Mosnang sowie an den Regierungsrat geschickt, sagte Ulrich Reimer. Bei der Auflage der Richtplanänderung, die für den Windpark auf dem Älpli nötig sei, sollten möglichst viele Leute Einwendungen machen.

Vorstandsmitglieder einstimmig gewählt

Die Vereinsgründung und die Statuten waren unbestritten. Nach kurzer Diskussion votierte eine Mehrheit für den Namen «Älpli-Gegenwind». Alle Kandidaten des siebenköpfigen Vorstands wurden in globo und einstimmig gewählt. Interimspräsidentin ist Brigitta Schönbächler. Weiter gehören dem Vorstand Hansruedi Hürlimann, Benoît Kunz, Julian Müller, Kurt Müller, Ulrich Reimer, der die Versammlung leitete, und John Spillmann an. Gesucht werden noch Vorstandsmitglieder aus Libingen. Als erstes will der Verein weitere Mitglieder gewinnen und die Bevölkerung informieren.

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