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LIBINGEN: Mehr Licht für Maria

Immer wieder wurde an der Lourdesgrotte ein wenig gebaut und das Nötigste saniert. Aber nie ganz fertig. Bis jetzt. Nun gibt es sogar öffentliche Toiletten.
Beatrice Bollhalder
Das restaurierte Bethaus in der Lourdesgrotte Libingen, das in diesen Wochen häufig für Trauungen benutzt wird. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Das restaurierte Bethaus in der Lourdesgrotte Libingen, das in diesen Wochen häufig für Trauungen benutzt wird. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Beatrice Bollhalder

redaktion@toggenburgmedien.ch

Sie ist ein Kraftort, die Lourdesgrotte, die zehn Gehminuten vom Dorf Libingen entfernt liegt und jedes Jahr Hunderte von Leuten von nah und fern anlockt. 1887 ist ihre Kapelle erbaut und immer wieder ein wenig renoviert worden. Nachdem vor ein paar Jahren die Dorfkirche in Libingen renoviert wurde, hat man sich Gedanken dazu gemacht, auch der Lourdesgrottenkapelle ein neues Kleid zu verpassen.

Fällt Maria nun jeden Moment herunter?

Nötig war dies. Kaum ein Sonnenstrahl schaffte es wegen der grossen Bäume bis zum idyllischen Plätzchen. Die Feuchtigkeit tat das Ihre dazu, dass der Fussboden in der Kapelle langsam zu faulen begann. Zudem blätterte deswegen die Farbe an den Wänden ab. Die Mängel waren zwar auf den ersten Blick nicht störend. Aber wer die Marienstatue näher betrachten wollte und auf sie zuging, hielt schnell inne, denn der Altar wackelte so sehr, dass man nie sicher sein konnte, ob die Statue nicht herabstürzen würde. Auch am im Freien stehenden Altar, einem Tisch aus Beton, konnten zahlreiche Risse entdeckt werden. Man hat sich also vorgenommen, hier einiges zu ändern. Da man aber auf Spendengelder angewiesen war, wurde immer genau so viel renoviert, wie man bezahlen konnte. Als Ziel setzte man sich, die Kapelle einem Lifting zu unterziehen, den Altarbereich zu verschönern sowie einen Geräteraum und WC-Anlagen zu erstellen. Als Erstes galt es, den Wald auszulichten, um die Feuchtigkeit einzudämmen und die Grotte heller und sonniger werden zu lassen. Die Doggen, das sind die Füsse der Bänke, wurden neu gefertigt. Auch die Bankbretter wurden ersetzt. Ein schöner Altartisch ziert nun schon länger den Kraftort. Auch die Marienstatue, die in einer Felsnische über dem Altar thront, bekam etwas mehr Platz.

Eine Verbesserung für die vielen Einzelpersonen, aber auch die Hochzeitsgesellschaften, die in grosser Zahl ihre Trauung am idyllischen Ort vornehmen lassen, ist die WC-Anlage, die in einem zweiten Schritt erstellt worden ist. Auch die Wende- und Parkmöglichkeiten wurden verbessert. Zudem verfügt die Grottenmessmerin nun über einen geeigneten Abstellraum.

Als letzter Schritt wurde nun das Bethaus aufgefrischt. Mit Farbe und Pinsel wurde in vielen Arbeitsstunden der kleinen Kapelle ein frisches Gesicht verliehen. Der nachgebende Holzboden wurden durch einen pflegeleichten Plattenbelag ersetzt. Ein neues Dach sorgt dafür, dass dieser Raum künftig besser geschützt ist.

Grottenfest statt Mariä Himmelfahrt

Dass diese Renovation überhaupt in Angriff genommen werden konnte, verdankt man vielen Spendern. Und diese möchte man nun belohnen, und zwar am Grottenfest vom kommenden Sonntag. Ältere kennen noch die Bittgänge in die Nachbarpfarreien. Heute finden diese nicht zuletzt wegen des grösseren Verkehrsaufkommens nicht mehr statt. Was es aber nach wie vor gibt – vorausgesetzt, das Wetter stimmt –, ist die Prozession zur Grotte. Dieser Fussmarsch, angeführt durch die Musikgesellschaft Libingen, wird auch heute noch zahlreich begangen. Mariä Himmelfahrt ist ein kirchliches Fest, an dem Kräuter gesegnet werden. Da dieser Tag im Kanton St. Gallen kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, wird die Aufnahme Mariens in den Himmel in Libingen jeweils an einem Sonntag gefeiert. Die Einheimischen nennen dies dann das Grottenfest, da der feierliche Gottesdienst in der Lourdesgrotte gefeiert wird.

Die an diesem Tag durch- geführte Kräutersegnung passt zur Grotte, da niemand Geringerer als Kräuterpfarrer Johann Künzle als Gründer der Libinger Lourdesgrotte gilt.

Diesen Sonntag, 20. August, wird die Eucharistiefeier gefeiert. Die Prozession startet um 10.15 Uhr im Dorf, die Messe wird von Pfarrer Josef Manser zelebriert. Gleichzeitig gibt es für die Gemeinde die Möglichkeit, mit dem neuen Jugendseelsorger Rolf Dittli zu reden.

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