Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Liberale sind stärkste Behördenkraft

Ein Vergleich der Gemeindewahlen von 2012 und 2016 zeigt, dass Parteilose gute Wahlchancen haben. Gleichwohl bleiben FDP und CVP kommunal die beiden führenden Kräfte.
Serge Hediger

34,1 Prozent Wähleranteil erzielte die SVP in den Kantonsratswahlen vom letzten Februar. Damit stellt sie im Wahlkreis Toggenburg vier von elf Vertretern im Parlament. Doch kommunal kann die Volkspartei von einem derartigen Gewicht nur träumen: Mit 10,5 Prozent gehört nur jedes zehnte am vorvergangenen Wochenende gewählte Behördenmitglied der SVP an; etwas mehr als 2012 (9,9 Prozent).

Die beiden treibenden Kräfte im Thur- und Neckertal bleiben die FDP (29,3 Prozent) und CVP (24,3 Prozent). Beide Parteien konnten im Wahlkreis gegenüber von vor vier Jahren leicht zulegen – die Liberalen um 4,3 Prozent, die Christdemokraten um 0,4 Prozent. Die Dominanz der FDP dürfte gar noch ganz leicht deutlicher werden, da für eine Vakanz in Nesslau (GPK) ein freisinniger Vertreter in bester Ausgangslage steht. Eine weitere Vakanz besteht zudem bei der GPK der Schule BuGaLu.

Als einzige Partei Behördenanteile verloren hat die SP. Die Sozialdemokraten stellen noch 3,8 Prozent aller eben gewählten Rats- und Kommissionsmitglieder (2012: 4,6 Prozent). Wenngleich die CVP kreisweit etwas an Behördenstärke zugelegt hat, so dürfte der Verlust des Gemeindepräsidiums in Mosnang (an die SVP) und in Kirchberg (an die FDP) schmerzen. Für die SVP ist es nach Ebnat-Kappel das zweite Präsidium im Wahlkreis. FDP-präsidiert sind Lütisburg, Neckertal und Nesslau; in CVP-Hand sind Wattwil, Bütschwil-Ganterschwil, Lichtensteig, Oberhelfenschwil. Die Gemeindepräsidenten von Hemberg und Wildhaus-Alt St. Johann sind parteilos.

Jedes vierte Mitglied ist parteilos

Um früher in eine Behörde gewählt zu werden, war es wichtig, der richtigen Partei und auch ein Stück weit der passenden Religion anzugehören. Mit der Zeit verlor die Konfession an Bedeutung, nun spielt selbst die Parteizugehörigkeit eine immer geringere Rolle. Denn die eigentlichen Wahlsieger vom Wahlwochenende gehören gar keiner Partei an: Am meisten zugelegt hat die Gruppe der Parteilosen, der mittlerweile jedes vierte Behördenmitglied angehört. Lag ihr Anteil 2012 noch bei 17,6 Prozent, so sind es heute bereits 25,9 Prozent. Zählten die Behörden kreisweit zuletzt 50 Parteilose, so sind es nun bereits 60 Mitglieder ohne Parteizugehörigkeit. Auffallend: Die Parteilosen legen dort zu, wo keine Ortsparteien aktiv sind. Nicht berücksichtigt sind hier die Kreisrichterinnen und -richter, wo die die FDP fünf Vertreter stellt; CVP, SVP und SP je drei. Und nicht dazugerechnet wurden in dieser Analyse jene Kandidaten aus den Kleingemeinden, die keine Parteizugehörigkeit angegeben haben und sich auch nicht als «parteilos» wählen liessen. Der Vergleich mit den Ergebnissen von vor vier Jahren zeigt noch eine andere, deutliche Entwicklung: Im Toggenburg ist der Anteil Frauen in kommunalen Ämtern auf 39,4 Prozent gestiegen (2012: 35 Prozent).

Die meisten Frauen haben Neckertal (46,4 Prozent), Hemberg (44,4 Prozent) und Nesslau (41,2 Prozent); am wenigsten Frauen sind es in Wattwil (20,8 Prozent), Mosnang (22,2 Prozent) und Lichtensteig (25 Prozent).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.