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Leuchtwesten und tote Winkel

Das Elterngremium der Oberstufe Necker hat einen Sicherheitsanlass für Schülerinnen und Schüler organisiert. Die Jugendlichen sollen für Gefahren und Sicherheit auf dem Schulweg sensibilisiert werden.
Olivia Hug
Ob das Rad stabil ist oder die Bremse noch in Ordnung, prüft der erfahrene Velomechaniker. (Bilder: Olivia Hug)

Ob das Rad stabil ist oder die Bremse noch in Ordnung, prüft der erfahrene Velomechaniker. (Bilder: Olivia Hug)

Der Fahrradmechaniker Simon Weber und der Töfflifachmann Hans Sonderegger lassen kein Detail aus. Die Velos und Töffli der Schülerinnen und Schüler werden auf Herz und Nieren geprüft. Bremsen, Lichter, Schaltung, Klingel, Ausweis werden im Schein der Taschenlampe genauestens geprüft: Mängel sowie guter Zustand werden rapportiert. Manche Schüler schlucken leer, bevor sie den Fachleuten ihr Zweirad vorführen.

Es ist Sicherheitsabend an der Oberstufe Necker, wovon ein Posten die Velo- und Mofakontrolle ist. «Die Spezialisten sind sehr kritisch», sagt Marlies Raschle vom Elterngremium der Schuleinheit, welches den diesjährigen Sicherheitsabend vom vergangenen Donnerstag organisiert hat. Doch sie begrüsst den kritischen Blick der beiden Männer und des Polizisten der Kantonspolizei. Ein Bericht über den Zustand des Zweirads wird anschliessend den Eltern der Schülerinnen und Schüler übergeben. «Hier kommt ganz klar die Verantwortung der Eltern ins Spiel», sagt Gremiumskollegin Franziska Burtscher, die auch von ihrer Tochter sofort wissen will, ob es an deren Fahrrad etwas zu beanstanden gibt.

Weite Schulwege auf zwei Rädern

Eine Mehrheit der Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Necker kommt täglich mit dem Velo oder dem Töffli zur Schule. Auch E-Bikes sieht man vermehrt. Von Nassen, von Oberhelfenschwil oder von Brunnadern legen die Jugendlichen jeden Tag lange Strecken zurück. Die Schulwege sind dabei nicht ohne. Franziska Burtscher nennt als Beispiel die Strecke Richtung Aachsäge, wo manche Autofahrer ausserorts ziemlich zügig unterwegs sind, es weder Velospur noch eine Strassenbeleuchtung gibt. Das Ziel des Sicherheitsabends, der zum dritten Mal durch das Elterngremium organisiert wird, ist es denn auch, Gefahren auf der Strasse aufzuzeigen und die Schülerinnen und Schüler für die Verantwortung über ihre eigene Sicherheit zu sensibilisieren. Der Sicherheitsanlass geniesst auch beim Lehrpersonal grosse Unterstützung, weshalb er alle drei Jahre durchgeführt wird.

Toter Punkt aus Sicht des Chauffeurs

Im Vergleich zur letzten Austragung sei das Programm etwas gestrafft worden, sagt Franziska Burtscher. Inhaltlich habe sich wenig geändert: «Die Gefahren wie schlechte Sicht im Dunkeln sind immer noch dieselben», sagt sie und fügt an: «Was sich geändert hat, ist die beachtliche Zahl E-Bikes, mit denen die Jugendlichen unterwegs sind.» Fünf Posten umfasst der Sicherheitsabend, welche die Schülerinnen und Schüler in Gruppen besuchen. Neben der Zweiradkontrolle erhalten sie Einblick in die Ausstattung eines Polizeiautos und lernen am Posten der Samariterinnen, wie sie richtig reagieren, wenn sie auf einen Unfall treffen. Im Schulzimmer wartet Marlies Raschle mit einem Video auf die Jugendlichen, das eindrücklich anhand eines Schicksals aufzeigt, wie nützlich ein Velohelm im tatsächlichen Fall eines Unfalls sein kann. «So oft ich den Film sehe, macht er mir Eindruck», sagt sie und hofft, dass es den Jugendlichen auch so ergeht und sie es mit der Sicherheitsausrüstung ernst nehmen. Zumindest decken sie sich reichlich mit reflektierenden Kappen und Reflektoren zum Aufkleben auf Kleidung oder Schultaschen ein. Tief beeindruckt zeigen sich die Schülerinnen und Schüler auch am Posten zum Thema toter Winkel bei Lastwagen. Selber hinterm Steuer des abgestellten Lastwagens von Bruno Gubser sitzend, staunen die Jungen und Mädchen nicht schlecht, wenn ihre Kolleginnen und Kollegen mit dem Fahrrad plötzlich aus der Sicht verschwinden und erst einige Meter weiter vorne wieder auftauchen.

Wo ist er hin? Der Fahrradfahrer verschwindet im toten Winkel des Chauffeurs.

Wo ist er hin? Der Fahrradfahrer verschwindet im toten Winkel des Chauffeurs.

Richtiges Handeln an einer Unfallstelle will gelernt sein. Die Samariterin weiss Bescheid.

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