Letzte Chance für Umfahrung

TEUFEN. Regierungsrat Jakob Brunnschweiler äusserte sich am Ende der TCS-Hauptversammlung zu zwei zentralen Strassenprojekten: die Umfahrung Herisau sowie die geplante Teilspange St. Gallen.

Michael Genova
Drucken
Teilen

TEUFEN. Regierungsrat Jakob Brunnschweiler äusserte sich am Ende der TCS-Hauptversammlung zu zwei zentralen Strassenprojekten: die Umfahrung Herisau sowie die geplante Teilspange St. Gallen.

Ostschweiz für Netzbeschluss

Zurzeit lobbyieren die Ostschweizer Regierungen dafür, dass der Netzbeschluss in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) integriert wird. «Das ist unsere letzte Chance», sagte Brunnschweiler. Nachdem das Stimmvolk eine Erhöhung des Preises der Autobahnvignette im November 2013 abgelehnt hatte, entschied der Bundesrat, rund 400 Kilometer Kantonsstrassen nicht ins Nationalstrassennetz zu integrieren. Dies wäre jedoch die Voraussetzung für die Finanzierung des Autobahnzubringers Appenzellerland mit einer Umfahrung von Herisau. Werde das Projekt nicht als Nationalstrasse anerkannt, könne sich der Kanton die Umfahrung selbst nicht leisten, so Brunnschweiler.

Teilspange ist lokales Projekt

Nicht Teil des Netzbeschlusses ist die Teilspange in der Stadt St. Gallen. Damit soll das Verkehrsproblem auf der Stadtautobahn A1 gelöst werden: Zu Stosszeiten stockt der Verkehr zwischen Kreuzbleiche und Riethüsli. Langfristig soll ein Strassentunnel zwischen Stadtautobahn, Güterbahnhof und Liebegg das Problem lösen. «Wir müssen das Projekt weiterverfolgen, sonst kommt es auf der Teufenerstrasse zu einem Verkehrskollaps», sagte Brunnschweiler. Die Finanzierung des Tunnels ab dem Güterbahnhof wäre Sache der drei betroffenen Kantone und könnte im Rahmen des Agglomerationsprogramms mitfinanziert werden. Brunnschweiler betonte, dass die Teilspange nicht in Konkurrenz zur Umfahrung Herisau stehe.

Aktuelle Nachrichten