Letzte Bauetappe in Angriff genommen

Heute erfolgte bei der Mineralquelle Gontenbad der Spatenstich für die neue Produktionshalle und das neue Bürogebäude. Damit findet eine langjährige Planungs- und Vorbereitungsphase ihr Ende.

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Goba-Chefin Gabriela Manser beim Spatenstich zur neuen Produktionshalle im Gontenbad.

Goba-Chefin Gabriela Manser beim Spatenstich zur neuen Produktionshalle im Gontenbad.

Alessia Pagani
alessia.pagani@appenzellerzeitung.ch

«Wir machen hier den Spatenstich zu einem Generationenprojekt. Das Haus hat mein Grossvater gebaut, hier bin ich aufgewachsen, hier ist meine Mutter aufgewachsen.» Goba-Geschäftsleiterin Gabriela Manser war am Mittwochmorgen sichtlich gerührt und zugleich von grosser Vorfreude gezeichnet, als es an die Bauarbeiten bei der Mineralquelle ging. Ihr Elternhaus muss Neuerungen weichen. Am Standort Gontenbad werden die alten Wohnhäuser mit den heutigen Büroräumlichkeiten zurückgebaut und an deren Stelle die Produktionshalle durch einen Anbau erweitert. Zudem entsteht anstelle der alten Abfüllerei aus den Anfängen des Betriebs direkt neben der Bahnstation ein dreigeschossiger Neubau. Dereinst werden darin Büroräumlichkeiten, eine Verkaufsfläche, Sanitäranlagen und der Empfang untergebracht. Architekt Reto Pfenninger spricht von einem multifunktionalen und lichtdurchfluteten Bau, der abgesehen von der Verkleidung, ausschliesslich aus Holz bestehe. Sie hätten darauf geachtet, dass die Neuerungen im Kontext zur Umgebung stehen. «Für die Goba-Verantwortlichen und auch für uns war es wichtig, dass das Haus aus Holz gebaut wird.»

18 Arbeitsplätze wurden für die Zeit der Bauarbeiten an den Standort Bühler ausgelagert. Container bieten Platz für den Verkaufsladen, die Technik oder auch die Qualitätssicherung. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende 2018 fertiggestellt. Die Kosten belaufen sich auf elf Millionen Franken. Begonnen wird mit der Produktionshallenerweiterung. «Damit wir schnell wieder produzieren können», erklärt Gabriela Manser. Für die Bauarbeiten hätte Quellwasser abgelassen werden müssen. Erst wenn die Gebäude stehen, dürfen die Reserven wieder angehäuft werden. «Momentan füllen wir unsere Lager.»

Über achtjährige Planungsphase
Es ist die letzte Etappe in einem grossen Bauvorhaben. Nachdem vor zwei Jahren der Spatenstich für das neue Reservoir erfolgte, war vor einem Jahr der Baustart für den mittlerweile ebenfalls fertiggestellten Parkplatz. Im Sommer 2016 erfolgte schliesslich die Baubewilligung für den An- beziehungsweise Neubau. Geplant wurde bereits seit 2008. Gabriela Manser nennt das Projekt einen grossen «Lupf», ein wohlüberlegtes Abenteuer. «Es war nicht wirklich absehbar, dass während meiner Generation nochmals so ein grosser Bauschritt möglich wird. Der fehlende Platz und die Entwicklung im Markt haben uns den Mut zu diesem Schritt gegeben», so die Geschäftsleiterin. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und zähle nun über 60 Mitarbeiter. «Es ist an der Zeit, dass die Firma das Bild nach aussen tragen kann, wie sie wirklich ist.» Hier seien die Wurzeln der Unternehmung, hier würden sie mit dem Hauptsitz hingehören. «Hier wird nachher alles anders aussehen und uns einen neuen Charakter geben», so Gabriela Manser.