Letzibrücke liegt auf faulen Balken

Die alte Letzibrücke zwischen Lütisburg und Ganterschwil wird derzeit saniert. Jetzt kamen faule Tragbalken zum Vorschein, die zuvor nicht sichtbar waren. Das Projekt wird 20 000 Franken teurer. Und wegen des Schnees verzögern sich nun auch die Fertigstellungsarbeiten.

Mario Fuchs
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LÜTISBURG / GANTERSCHWIL. 160 Jahre alt wird die alte Letzibrücke. Einst trug sie den gesamten Durchgangsverkehr über den Necker, heute nur noch Fussgänger, Velofahrer und Reiter. Rechtzeitig zum Jubiläum wird das geschützte Kulturobjekt renoviert. Wie die Gemeinde Lütisburg mitteilt, sind die Arbeiten im Gang und verlaufen planmässig – zumindest fast.

Wasser konnte nicht abfliessen

Denn eine Überraschung hatte die Holzbrücke zu bieten: Bei der Öffnung des Fahrbahnbelags stellten die Arbeiter fest, dass die darunterliegende Holzkonstruktion verfault ist. «Diese Schäden waren von unten her gar nicht sichtbar gewesen», sagt Samuel Rhyner. Er ist Polier beim Ganterschwiler Unternehmen Roth Holzbau, das den Grossteil der Renovationsarbeiten ausführt.

Samuel Rhyner erklärt die Ursache: «Beim Bau wurde die Fahrbahn direkt auf die Tragbalken gesetzt. Wenn diese nass wurde, konnte das Wasser aber nicht abfliessen und das Gebälk litt.» Die faulen Balken müssen jetzt komplett ersetzt werden. Dafür verwenden die Holzbauer unbehandeltes Tannenholz – neu aber «mit den nötigen Schutzmassnahmen», wie Samuel Rhyner betont: «Der Fahrbahnboden liegt nicht mehr direkt auf der Tragstruktur auf, sondern auf dazwischen gelegten Lärchenholzlatten.»

Je 10 000 Franken Mehrkosten

Die Sanierung kostet dadurch 20 000 Franken mehr, total also 213 000 Franken. Ganterschwil und Lütisburg übernehmen je die Hälfte der Mehrkosten. «Diese Massnahme ist zwingend», sagt Lütisburgs Gemeindepräsidentin Imelda Stadler. «Die Brücke würde sonst instabil.» Beide Gemeinderäte haben die Mehrkosten bereits bewilligt. Der Zeitrahmen für die Sanierung wird ebenfalls leicht ausgedehnt. Dies zwar nicht wegen der faulen Balken, sondern wegen des grossen Schnees. Geplant war, die Arbeiten bis Ende Jahr abgeschlossen zu haben. «Das hätten wir auch geschafft», sagt Samuel Rhyner. Doch solange Schnee liegt, kann der Dachdecker gar nicht oder nur beschränkt weiterarbeiten. Erst danach können die letzten Holzbauarbeiten erledigt werden.

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