Lesestoff für fast jeden Geschmack

Die langersehnten Sommerferien stehen bevor. Die altbekannten SJW-Hefte eignen sich hervorragend als Strand- oder Reiselektüre: Sie sind klein, leicht, biegbar und bieten Inhalte von klassischer Literatur bis zum Rätselbuch.

Drucken
Teilen

SJW, das bedeutet Schweizerisches Jugendschriftenwerk. Es sind die meist 30seitigen Heftchen mit den schönen bunten Illustrationen auf dem Deckblatt. SJW, das ist auch ein Verlag, der von einer Stiftung getragen wird. Und SJW, das sind günstige Heftchen mit Bildern von bekannten Illustratoren.

Gegründet wurde der Verlag 1931 mit einer klaren Mission: der Jugend anderen Lesestoff als die sogenannte «Schundliteratur» schmackhaft zu machen. «Die SJW-Hefte sehen deshalb heute noch so aus, wie die <Schundliteratur-Hefte> in den 30er-Jahren», sagt Margrit Schmid, Geschäftsführerin des SJW-Verlages.

1932 erschienen die ersten Hefte. Schon damals waren die Geschichten reich illustriert und trugen Titel wie «Katrinchens Hasenpantöffelchen» oder «Wie Edison Erfinder wurde». Seither entstehen jedes Jahr SJW-Hefte in allen vier Landessprachen und seit neustem auch auf Englisch.

Vertrieben werden die Hefte hauptsächlich über die Schulen, aber auch in wenigen Buchhandlungen und im Internet sind sie für fünf Franken erhältlich. In der Bibliothek Herisau können die Hefte zudem ausgeliehen werden. Gabriele Barbey, die Leiterin der Bibliothek Herisau, sagt: «Ich finde SJW-Hefte etwas Wunderbares. Oft bieten sie in Vergessenheit geratenen Autoren eine Plattform, und die Illustrationen sind ein Augenschmaus.» Die Bibliothekarin lobt das vielfältige Angebot: «Es gibt von Sachbüchern bis zur Schweizer Literatur vieles zu entdecken.»

Das Konzept mit kurzen bebilderten Geschichten kommt an: 2013 wurde «Der Lebhag» von Meinrad Inglin als das schönste Buch der Schweiz ausgezeichnet.

Auf die Frage, welche Bücher bei der heutigen Generation beliebt seien, sagt Margrit Schmid: «Es sind Werke, die jugendgerechte Themen aufnehmen. Das kann Alice Gabathuler mit ihren Krimis sein oder aber Sachbücher wie das SJW-Heft über die Schlacht am Morgarten.»

Aktuelle Nachrichten