Lerngarten im Schulhaus Ebnet

HERISAU. «Setze die neun Teile (drei kleine Würfel und sechs Quader) zu einem Würfel zusammen.» So heisst der Auftrag unter dem Titel «Der verflixte Würfel», zu dem sich zwei Schülerinnen der Sekundarschule eben Gedanken machen.

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HERISAU. «Setze die neun Teile (drei kleine Würfel und sechs Quader) zu einem Würfel zusammen.» So heisst der Auftrag unter dem Titel «Der verflixte Würfel», zu dem sich zwei Schülerinnen der Sekundarschule eben Gedanken machen. An einem Tisch daneben versuchen sich zwei Jugendliche als Rangierarbeiter: Sie probieren zwei Mini-Eisenbahnzüge auf einem Geleise und einem kurzen Nebengeleise mit höchstens elf Rangierbewegungen aneinander vorbeizubringen. Im Untergeschoss der Sekundarschule Ebnet Ost ist ein Lerngarten eingerichtet, der vom Regionalen Didaktischen Zentrum für mehrere Monate in Miete übernommen worden ist.

Theorieblock zum Anfang

Zu den Bereichen dieses Angebots gehören Zahlen, Objekte, Formen, Spiel und Tricks. Die praxisnahen und stufengerechten Stationen mit vielfältigem Material beinhalten unterschiedlich schwierige Aufgabenstellungen. Am Anfang stehe für die Klassen, die den Lerngarten besuchen, ein Theorieblock auf dem Programm, sagt Lehrer Michael Häberli. «Meister im Problemlösen: offen sein für neue Situationen», steht zum Beispiel auf einem Plakat an der Wand. Oder: «Probieren ja, aber systematisch.»

Erkenntnisse gewinnen

Das Protokollieren der Lernwege ist dabei ein wichtiges Mittel; es ermuntert die Schüler, das eigene Lernen zu reflektieren, im Austausch zu vertiefen und Erkenntnisse zu gewinnen. Der Lerngarten wird von den Lehrpersonen unterschiedlich genützt: die einen halten sich für einen Halbtag dort auf, andere arbeiten lektionsweise. (pd)

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